Sentinel 1A: Der 2,2 Tonnen schwere Satellit ist voll gepackt mit rot-weiß-roter Technik.

© ESA / ATG MEDIALAB ESA IMAGE GALERY, ID 290975/esa

Astronomie
04/11/2014

Weltraumtechnik made in Austria

Wie sich Österreich 2014 an Weltraumaktivitäten beteiligt.

Mittlerweile ist der "Wächter" seit einer Woche im All: Für das Erdbeobachtungsprogramm "Copernicus" hat die europäische Raumfahrtagentur ESA den ersten Satelliten einer neuen Flotte ins All geschossen. "Sentinel 1A" (englisch für: "Wächter") verfügt über ein besonderes Radar-Instrument, mit dem er bei jedem Wetter aus einer Höhe von 700 km rund um die Uhr Veränderungen der Erdoberfläche mit noch nie dagewesener Genauigkeit erfassen soll.

Und er ist gespickt mit Technologie aus Österreich: Die Firma RUAG baute die Thermalisolation und ein weltraumtaugliches Navigationsgerät. Siemens lieferte für die Mission eine Reihe von Satelliten-Testanlagen.

Bodenstation

Österreichische Forschungseinrichtungen sorgen auch für den Daten-Strom am Boden: So nützt die Innsbrucker Firma ENVEO die Daten, um tagesaktuelle Karten der Schneebedeckung in Europa zu erstellen und das Abschmelzen der Alpengletscher zu dokumentieren. Und die TU Wien gewinnt aus den Satellitendaten Infos zur Bodenfeuchte, um Dürren, aber auch Überflutungen besser vorhersagen zu können. "Weltraumtechnik ist nichts Abgehobenes", sagte Technologie-Ministerin Doris Bures auf einer Pressekonferenz, die sich mit Österreichs Weltraumaktivitäten 2014 beschäftigte. Und sie bringe großen Nutzen für die Gesellschaft.

Auch an Bord der ESA-Raumsonde Rosetta ist rot-weiß-rote Technologie. Die Raumsonde soll nach zehnjähriger Reise im November auf einem Kometen landen, um dort wissenschaftliche Untersuchungen vorzunehmen. An Bord: das Mikroskop MIDAS. Es wurde vom Institut für Weltraumforschung der ÖAW in Zusammenarbeit mit Joanneum Research, RUAG und AIT entwickelt.

Starterlaubnis für Raumschiffbau

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat den Bau eines Raumschiffs für eine Asteroiden-Mission genehmigt. Experten der Nasa und externer Organisationen hätten sich nach mehrtägigen Beratungen auf das Design des Raumschiffs, die wissenschaftlichen Instrumente und die Startplattform geeinigt, teilte die Behörde am Donnerstag mit. „Das ist der letzte notwendige Schritt, damit diese Mission vom Papier zum fertigen Produkt werden kann“, sagte Nasa-Manager Gordon Johnston.

Die "Osiris Rex" genannte Mission soll im Herbst 2016 starten und 2018 auf den Asteroiden "Bennu" treffen. Fünf wissenschaftliche Instrumente sollen dann dessen Oberfläche untersuchen. 2023 soll das Raumschiff zur Erde zurückkehren - mit mindestens 60 Gramm Asteroiden-Proben an Bord.

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