Leben
25.10.2017

Männer in Kroko-Falle sind "Idioten des Jahrhunderts"

Für einen witzigen Schnappschuss haben vier Männer in Australien in einer Krokodilfalle posiert und damit ihr Leben aufs Spiel gesetzt. Im Netz ernten sie dafür Spott und Häme, im echten Leben droht ihnen eine hohe Geldstrafe.

Ein Foto in einer Krokodilfalle – davon haben jene vier Männer, die derzeit im Netz für Schlagzeilen sorgen, wohl schon immer geträumt. Kürzlich bot sich den Herren offenbar die passende Gelegenheit: Die Männer schwammen im Hafen der nordostaustralischen Stadt Port Douglas nachts um einen Käfig, der dort als Krokodilfalle aufgestellt war. Schließlich kletterten die Männer hinein und posierten mit freudigem Gesichtsausdruck für Erinnerungsfotos.

"Idioten des Jahrhunderts"

Die Bilder der Aktion verbreiteten sich wie ein Lauffeuer im Netz und sorgten für heftige Kritik. Besonders erbost zeigte sich Julie Leu, Bürgermeisterin von Port Douglas. Die Männer seien offenbar darauf aus gewesen, den Preis als "Idioten des Jahrhunderts" zu gewinnen, sagte sie gegenüber der Australian Broadcasting Corporation, ABC. Und weiter: "Ich war absolut geplättet. Dies ist ein unglaublich dummes und gefährliches Verhalten."

Die Falle war ins Wasser gelassen worden, um ein mehr als vier Meter langes Krokodil zu fangen, das in unmittelbarer Nähe zwei Wochen vorher eine 79-jährige Frau getötet hatte. Um das Tier anzulocken, befanden sich Köder darin. Die Gegend sei bekannt dafür, dass sich dort Krokodile im Wasser tummeln, betonte Leu.

Der Umweltminister des Bundesstaats Queensland, Steven Miles, bezeichnete die Aktion der Männer auf Twitter als "dumm und illegal". "Ich habe in meinem Leben schon einige lächerliche Dinge gesehen, aber das schlägt alles."

10.000 Euro Strafe

Nach den vier Männern, die es mittlerweile sogar in die New York Times geschafft haben, wird derzeit im Auftrag des Queensland Department of Environment and Heritage Protection gesucht. Sollte sich herausstellen, dass sie absichtlich an der Falle "herumgepfuscht" haben, drohen ihnen bis zu 15.000 australische Dollar, das sind umgerechnet etwa 10.000 Euro, Strafe, heißt es in einem Statement der Behörde.