Hotmail verweigert unsichere Passwörter

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Microsofts E-Mail-Dienst lässt zukünftig Standardphrasen wie "123456" oder "password" nicht mehr zu.


Der E-Mail-Dienst Hotmail überarbeitet derzeit seine Richtlinien für Passwörter und hat angekündigt, künftig keinerlei offensichtliche oder "gewöhnliche" Passwörter mehr zuzulassen. Davon betroffen sind Dauerbrenner wie "123456" oder "password", die zwar für den Benutzer leicht zu merken sind, aber keinerlei Schutz vor fremden Zugriffen bieten. Auch Phrasen wie "ilovecats" oder "gogiants", die weit verbreitet sind, werden von Hotmail nicht mehr akzeptiert. Künftig können somit neue und auch bestehende Hotmail-Nutzer derartige Passwörter nicht mehr verwenden und müssen ein sicheres Passwort wählen. Bestehende Benutzer sind allerdings nur dann von der Maßnahme betroffen, wenn sie ihr Passwort ändern möchten.

Damit reagiert Microsoft auf die letzten Veröffentlichungen von Benutzerdaten, wie die der 90.000 militärischen E-Mail-Accounts, die gezeigt haben, dass zahlreiche Benutzer noch immer auf derart unsichere Passwörter setzen. Dabei bietet gerade der E-Mail-Account oft die einfachste Möglichkeit, eine Identität im Internet zu stehlen und somit großen Schaden anzurichten. Gleichzeitig führt Microsoft auch eine neue Funktion ein, mit der gehackte E-Mail-Accounts von Freunden einfach gemeldet werden können. Mit der "Mein Freund wurde gehackt!"-Funktion können Kontakte, die verdächtige Mails versenden, schnell gemeldet und vorübergehend geblockt werden. Damit soll dem ursprünglichen Besitzer auch die Möglichkeit gegeben werden, die Kontrolle über seinen E-Mail-Account wieder zu erlangen.

(KURIER.at) Erstellt am
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