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09/14/2012

Helium soll Festplatten revolutionieren

Western Digital entwickelt Festplatten, die statt Luft mit Helium gefüllt sind. Der dadurch verringerte Dreh-Widerstand soll 23 Prozent weniger Energieverbrauch bedeuten. Weniger Turbulenzen sollen den Schreibkopf stabiler halten, wodurch die Plattenanzahl erhöht werden kann.

Der Festplatten-Hersteller Western Digital will die Speicherwelt mit Helium-Gas umkrempeln. Das Unternehmen entwickelt eine neue Generation von 3,5-Zoll-Festplatten, die von dem leichten Gas anstatt sieben Mal dichterer Umgebungsluft gefüllt sind. Die versiegelten Festplatten sollen bis zu 23 Prozent weniger Energie verbrauchen und eine um bis zu 40 Prozent höhere Speicherkapazität aufweisen.

Wie PCWorld berichtet, lässt Western Digital die neuen Hochleistungsfestplatten von seiner Tochter Hitachi Global Storage Technologies (HGST) herstellen. 2013 sollen sie auf den Markt kommen. Brendan Collins, Marketingchef von HGST zu der neuen Entwicklung: “Die Industrie hat während der letzten 10 Jahre versucht, das zu verwirklichen. Sie haben versucht, sicherzustellen, dass das Gas nicht austritt und dass die Festplatten effizient in Masse hergestellt werden können. Wir glauben, dass die Technologie in den nächsten 10 Jahren die Grundlage von Cloud-basierter Datenspeicherung darstellt."

Mehr Spurstabilität
Bei einer derzeitigen Maximalkapazität von 4 TB pro 3,5 Zoll Festplatte kann man davon ausgehen, dass eine Helium-Festplatte bis zu 5,6 TB Datenvolumen aufweisen könnte. Bisher stießen die Entwickler bei der Optimierung von Festplatten durch das “Track Misregistration"-Phänomen an die Grenzen der Physik. Die Magnetspuren auf der Festplatte sind derzeit so dicht gepackt, dass kleinste Luftturbulenzen den Lese-/Schreibkopf der Festplatte von der Spur abwandern lassen. Bei 500.000 Spuren auf einer Breite von einem Inch (2,54 Zentimeter) ein verständliches Problem.

Weniger Widerstand
Durch Helium verringert man diese Luftturbulenzen enorm, der Lese-/Schreibkopf bleibt stabiler. Dadurch kann die Anzahl der übereinander angeordneten Platten erhöht werden. Statt bisher fünf Platten sind mit Helium bis zu sieben Platten möglich. Der geringere Luftwiderstand bedeutet bei mehreren tausend Umdrehungen pro Minute zudem eine um vier bis fünf Grad Celsius niedrigere Betriebstemperatur und leichteres Spiel für den Festplatten-Motor. Größe und Gewicht der gesamten Festplatte sollen in etwa gleich bleiben.

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