Women protest against the gang rape of a photojournalist in Mumbai hold placards in Hyderabad, India, Tuesday, Aug. 26, 2013. Police on Sunday arrested the last of five men wanted in the gang rape case and said charges would be filed soon in a case that has incensed the public and fueled debate over whether women can be safe in India. (AP Photo/Mahesh Kumar A.)

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Sexuelle Gewalt
04/29/2016

Handys in Indien bekommen einen Panik-Knopf

Die Vorschrift ist ab dem 1. Jänner 2017 gültig.

Seit im Jahr 2012 eine Studentin im Bus in Neu Delhi brutal vergewaltigt wurde und ihren Verletzungen erlag, wird die Gewalt gegen Frauen in Indien international thematisiert. Zwar gab es seit dem Verbrechen eine Reihe von Reformen, um die Täter härter zu bestrafen, doch die Zahl der Vergewaltigungsfälle in dem Land ist weiterhin enorm hoch.

Im Rahmen einer Kampagne, die den Zweck hat, die Sicherheit von Frauen zu erhöhen, hat das Ministerium für Telekommunikation nun folgende Maßnahme beschlossen: Ab dem Jahr 2017 muss jedes Handy, das in Indien verkauft wird, über einen Panik-Knopf verfügen. Ab dem 1. Jänner 2018 muss in Handys zudem einen GPS-Empfänger integriert sein.

Keine zentrale Notrufnummer in Indien

In Indien gibt es bislang keine zentrale Notrufnummer, eine solche soll aber noch dieses Jahr installiert werden. "Technik ist ausschließlich dafür da, das menschliche Leben zu verbessern und was wäre besser, als sie für die Sicherheit von Frauen zu nutzen?", sagt Ravi Shankar Prasad, Minister für Kommunikation und Informationstechnologie zur BBC. Noch ist nicht klar, wie der Panik-Knopf genau funktionieren soll. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass Kunden einen Notruf absetzen können, indem sie einen einzelnen Knopf oder den Power-Knopf mehrmals hintereinander drücken.

Im Jahr 2014 gab es in Indien 337.922 Anzeigen wegen Gewalt gegen Frauen. Diese schließen Vergewaltigungen, Belästigungen und Entführungen mit ein. Die Behörden gehen jedoch davon aus, dass die Dunkelziffer weit höher liegt.

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