Leben
10.10.2017

Handy fällt auf fremden Balkon, Rettung wird viraler Hit

Eine Kanadierin berichtet auf Twitter von ihren Bemühungen, ihr Smartphone zurückzuholen.

Wenn das Smartphone auf den Boden fällt, gibt es diesen Moment, in dem man inständig hofft, dass es keinen Schaden davon getragen hat. Besonders blöd ist es aber, wenn man die Funktionstüchtigkeit des Telefons nicht wirklich nachprüfen kann, weil das Handy auf dem Balkon des Nachbarn unter einem gelandet ist.

So passiert ist das der Kanadierin Liz Bertorelli, die von dem skurrilen Vorfall und ihren Bestrebungen, ihr Smartphone wiederzubekommen, auf Twitter berichtete.

In ihrem ersten Tweet beschreibt Bertorelli die missliche Lage und postet ein Bild davon. Ihr Smartphone ist auf den Balkon ihrer Nachbarn unter ihr gefallen. Es scheint noch zu funktionieren, denn das Handy blinkt immer wieder auf, wenn es Benachrichtigungen empfängt.

Bertorelli beschließt nach unten zu gehen, um bei ihren Nachbarn anzuklopfen. Doch niemand ist zu Hause. Sie schreibt also die Telefonnummer eines Freundes auf einen Zettel und wirft diesen ebenfalls auf den Balkon. Außerdem schiebt sie einen Zettel mit der Nummer durch die Eingangstür der Nachbarn.

Wenn wieder jemand zu Hause ist, können die Nachbarn bei dieser Nummer anrufen und Bertorelli bekommt ihr Smartphone wieder. Soweit der Plan. Dennoch fühlt sie einen großen Trennungsschmerz, auf der Arbeit fühlt sich Bertorelli "verlassen und alleine", wenn sie ihre Kollegen mit ihren iPhones in der Hand sieht.

Sie füttert das Telefon sogar und wirft Brotkrümel auf den Balkon der Nachbarn.

Nach 16 Stunden ohne ihr iPhone berichtet Bertorelli, dass sie zwar noch immer am Leben ist, aber Instagram vermisst. Außerdem: Was soll sie ohne Gerät auf dem Klo machen?

Während von den Nachbarn noch immer jede Spur fehlt, beginnt es zu regnen. Bertorelli will ihr Smartphone mit einem Plastiksackerl schützen, was jedoch mehr schlecht als recht funktioniert. Verzweifelt fragt sie die Twitter-Gemeinde, ob sie ihre Drohne für die Rettung des Smartphones einsetzen soll. Sie bekommt prompt ein paar Ratschläge, wie sie sich das Telefon wieder zurückholen könnte. Die Vorschläge reichen vom Einsatz einer Strickleiter bis zu einer Eule.

Bertorelli probiert es am nächsten Tag mit zwei zusammengeklebten Wischmob-Stäben, doch auch dieser Plan scheitert. Mittlerweile sind die lokalen Medien auf ihre missliche Lage aufmerksam geworden und berichten von ihrem Problem.

Schließlich startet Bertorelli mit einer Freundin einen letzten Rettungsversuch mit der umgebauten Drohne, der ihnen schlussendlich auch gelingt. Als sie ihr iPhone endlich wieder in ihren Händen hält, ist sie überglücklich. Offenbar wurde der Smartphone-Krimi von zahlreichen Twitter-Nutzern verfolgt, denn der erste Tweet wurde mittlerweile über 1.700 Mal retweetet.