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Prima Klima
11/13/2013

Gute Luft macht Schule

Das Gefühl sagt uns, Grün tut gut. Das lässt sich auch mit Fakten belegen.

Keine Frage, Atmen kann die Gesundheit gefährden. Doch obwohl die Verhältnisse in Privat- und in Arbeitsräumen großen Einfluss auf die Gesundheit haben, fragen nur wenige Ärzte ihre Patienten danach, wie sie wohnen oder was sich am Arbeitsplatz abspielt.

Eine Aktion der Plattform „MeineRaumluft“ will dem Bewusstsein dafür in weiten Bevölkerungskreisen, und zwar von klein an, auf die Sprünge helfen. Über 1000 Schulklassen wurden bereits jeweils für eine Woche lang Messgeräte zur Verfügung gestellt, um Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Kohlendioxid (), die Luftaustauschrate und die Konzentration der Luftionen zu dokumentieren. Letztere gelten als bedeutende Indikatoren für gesunde Raumluft.

Kohlendioxid hingegen ist bekanntlich ein Indikator für „dicke Luft“. Ein hoher CO2-Wert führt zu Kopfschmerzen, Müdigkeit und Konzentrationsschwäche. Im Schnitt wurde in den Test-Klassen eine überhöhte -Konzentration festgestellt, sogar mit erschreckenden Spitzenwerten. Auch das Gesamtergebnis präsentiert sich ernüchternd: In den Unterrichtsräumen ist es zu warm und zu trocken. Ausgespart bleibt bei den Tests der Plattform „MeineRaumluft“ der Schadstoffcocktail aus Formaldehyd, Acetonen, Benzenen und anderen chemische Verbindungen, die Möbeln, Teppichen, Lacken, Klebern, Druckern, Kopiergeräten und Putzmitteln entweichen. Manche davon werden als allergieauslösend, karzinogen oder erbgutschädigend eingestuft. Präzise Messungen sind kostenintensiv.

Vorreiterrolle

Der Automobilhersteller BMW leistete diesbezügliche Pionierarbeit. Auf der Suche nach einer Alternative zu herkömmlichen Klimaanlagen, die oft genug als Verteiler von Krankheitskeimen entlarvt worden waren, ließ er vor rund zehn Jahren in einigen Münchner Büros vergleichende Lufttests in Räumen mit Klimaanlage und in „Pflanzenbüros“ durchführen. Wobei letztere mit großblättrigen Topfpflanzen besetzt waren und bravourös abschnitten (siehe Kasten). Der „Pflanzendschungel“ bot aber auch Sichtschutz und senkte den Lärmpegel im Großraumbüro. Auch, wenn mancher staunte: Die Elektronik blieb funktionsfähig, die lästige elektrostatische Aufladung der Luft war deutlich geringer. Allein dadurch, dass pro Arbeitsplatz zirka ein Quadratmeter des Büroraums mit Topfpflanzen besetzt war, stieg der Sauerstoffgehalt der Luft und die Luftfeuchtigkeit bewegte sich im bekömmlichen Rahmen von 40 bis 60 Prozent. Die Pflanzen hoben auch die Arbeitsmotivation, das Personal fühlte sich wohler.

Seither sind die Vorzüge von großblättrigen und gesunden Grünpflanzen ein Thema für Gärtner, Umwelt- und Gesundheitsbewegte. „bellaflora“ ist als der Grün-Partner zur Plattform „MeineRaumluft“ gestoßen. In diesen Gartencentern hat man bereits Erfolgserfahrung mit dem Bekenntnis zu Problemlösungen mit Mitteln der Natur. Die Aktion „Pestizide raus aus den Verkaufsregalen“ hat dem Unternehmen nämlich nicht, wie von manchen prophezeit, einen Einbruch beim Verkauf von Pflanzenschutzmitteln, sondern ein Umsatzplus von 20 Prozent gebracht.

INFO: Vormerkungen für die Ausleihe eines Raumluftmessgerätes für Privathaushalte: www.meineraumluft.at

Grünes Büro contra Klimaanlage

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