Leben
02.01.2018

Google: Warum jetzt nach "Scheidung" gesucht wird

Das neue Jahr ist für viele Anlass, einen Neustart zu wagen. Das zeigt sich auch in den aktuellen Suchanfragen im Internet.

Mehr Sport, weniger Süßes, eine neue Frisur: Der Jahreswechsel geht mit Veränderungen einher. Auch in puncto Beziehung versuchen viele einen Neustart. Das bestätigt eine Erhebung der Plattform Amicable, einem internetbasierten Beratungsservice für Scheidungswillige. Demnach suchen jedes Jahr über 40.000 Menschen im Laufe des Jänners online nach dem Begriff "Scheidung".

Eine hohe Zahl an entsprechenden Suchanfragen verzeichnet auch Google: Laut der jährlich ausgegebenen Google-Trends-Analysen wurden im Jänner 2012 und 2016 die meisten Anfragen für "Scheidung" überhaupt aufgegeben. Auch in den Monaten Mai und August wird verstärkt danach gesucht.

Weihnachtliche Nachwehen

Katy Daly, Mitgründerin von Amicable, erklärt den Anstieg der Anfragen als Symptom der nachweihnachtlichen Ruhephase. "Im Jänner, nach dem Weihnachtshype, erreicht die Unzufriedenheit einen Höchststand, als Konsequenz der vielen Zeit, die man miteinander verbracht hat, finanziellen Nöten und dem Wunsch Veränderungen umzusetzen und unerfüllte Erwartungen zu realisieren“, sagt Daly im Gespräch mit dem Independent.

Beziehungen würden nicht plötzlich zu Jahresbeginn scheitern, aber der erste Monat des neuen Jahres gebe Menschen die Möglichkeit "über Probleme, die schon länger am Köcheln sind, nachzudenken". "Das gipfelt dann meist am ersten Arbeitstag nach dem Weihnachtsurlaub", sagt Daly.

Neben Scheidungen hat auch ein besonderer Dating-Trend zu Weihnachten Saison: Marleying. Einer Studie der Dating-Website eHarmony zufolge werden rund elf Prozent aller Singles rund um Weihnachten von dem oder der Verflossenen kontaktiert (mehr dazu hier).