Leben 18.01.2012

Google beteiligt sich an SOPA-Protesten

Suchmaschinen-Startseite enthält Aufforderung, das Netz nicht zu zensieren und verlinkt zu mehr Informationen.

Der Suchmaschinenriese nimmt an den Protestaktionen gegen das umstrittene US-Gesetz teil. Zwar nimmt Google keine Services offline, dafür nutzt er aber seine populäre Webseite dazu, um User auf die eigene Position und den Widerstand gegen SOPA hinzuweisen. Wie der Konzern Dienstagabend offiziell bestätigte, gibt es auch seitens Google eine Protestaktion gegen die umstrittenen US-Gesetzesvorlagen SOPA und PIPA. Anders als Wikipedia, Reddit und zahlreiche weitere Webseiten will Google zwar keinen seiner Services offline nehmen, dafür aber die stark frequentierte US-Google-Startseite dazu nutzen, um die User über den Widerstand gegen SOPA. Auf Google.com ist nun seit 6 Uhr früh unserer Zeit ein Link gepostet, der zu einer Informationsseite weiterleitet.

Informationsseite

Google-Informationswebseite zum SOPA Blackout Protesttag am 18.1.2012.
© Bild: Screenshot

"Wie viele andere Firmen, Unternehmer und Webuser sind wir gegen diese Gesetze, weil es andere kluge, zielgerichtete Maßnahmen gibt, um ausländische kriminielle Webseiten abzudrehen - ohne dass dabei amerikanische Firmen gezwungen werden, das Internet zu zensieren”, so eine Google-Sprecherin. Daher schließe man sich am Mittwoch den Protesten an und nutze die US-Google-Seite dazu, die umstrittenen Gesetze zu thematisieren.

Der Link ist unter der Suchleiste platziert und trägt den Namen "Please don`t sensor the web!" Neben einem PDF mit Informationen ist auch noch eine Petition zu finden, die dem Kongress übergeben werden soll.Mit der Aktion geht Google zwar nicht so radikal vor wie Wikipedia und andere Webseiten, bringt seinen Widerstand gegen SOPA aber ebenfalls klar zum Ausdruck.

( futurezone ) Erstellt am 18.01.2012