Leben
29.05.2017

Studie: Was wir am öftesten verschweigen

Forscher fanden heraus, warum Geheimnisse so eine Bürde sind.

13 Geheimnisse hat der Mensch im Durchschnitt – fünf davon hat er noch nie jemandem erzählt. Zu dieser Erkenntnis kommen US-amerikanische Forscher in einer aktuellen Studie, die nun im Journal of Personality and Social Psychology veröffentlicht wurde.

Für ihre Untersuchung teilten die Wissenschaftler 13.000 Geheimnisse aus früheren Befragungen in 38 Kategorien ein – u. a. Lügen erzählen, jemandem schaden, Drogenkonsum, sexuelle Untreue oder ein heimliches Hobby. Anschließend wurden 2000 neue Teilnehmer befragt, ob sie aktuell ein Geheimnis aus einer der Kategorien mit sich tragen und wie oft sie in den vergangenen Monaten daran gedacht hatten bzw. versucht waren, jemandem davon zu erzählen.

Belastung

Die häufigsten Geheimnisse, die die Probanden mit niemandem teilten, betrafen romantische oder erotische Gedanken mit jemand anderem als dem eigenen Partner, sexuelles Verhalten und Lügen. Die Wissenschaftler wollten aber nicht nur wissen, wie viele und welche Dinge wir für uns behalten, sondern auch, warum uns Geheimnisse so belasten.

Überraschende Erkenntnis: Nicht so sehr der Inhalt der Geheimnisses beschäftigt die Menschen, sondern die Tatsache, dass sie so oft daran denken. "Es gibt nicht so viele Situationen, in denen wir unser Geheimnis aktiv verstecken müssen", berichtet Studienautor Michael Slepian. "Aber es drängt sich oft in unsere Gedanken, vor allem, wenn wir alleine sind."