FILE - In this Thursday, Jan. 17, 2013 file photo taken in the Florida Everglades, a captured 13-foot-long Burmese python is displayed for snake hunters and the media before they headed out in airboats into the Florida Everglades for the Python Challenge. State wildlife officials say the python hunt was a success is raising public awareness about invasive species which also includes feral cats, black -and-white tegu lizards and Cuban tree frogs. (AP Photo/J Pat Carter, File)

© Deleted - 1829707

Florida
02/17/2013

Jagd auf Riesenpythons in den Everglades

Die Riesenschlagen dezimieren zu viele einheimische Tiere - aber auch Katzen stellen eine ernsthafte Bedrohung dar.

Die Behörden im US-Bundesstaat Florida riefen zur großangelegten Schlangenjagd in den Everglades auf – und das offenbar mit Erfolg: Laut Naturschutzkommission für Fische und Wildtiere haben die Jäger binnen eines Monats insgesamt 68 dunkle Tigerpythons gefangen bzw. getötet. Die aus dem Ausland eingeführten Reptilien sind eine Bedrohung für die Tierwelt in Florida.

"Jeder Python, der aus dem System genommen wird, ist ein großer Nutzen, und wir wissen, dass es einer bedeutenden zeitlichen Anstrengung bedarf, um einen Python zu fangen", sagte der Chef der Naturschutzkommission, Nick Wiley.

Erstmals hat die Naturschutzkommission heuer einen Jagdwettbewerb ausgerufen, um das Problem in den Griff zu bekommen. Laut Wiley war die Kommission über das große Interesse überrascht: 600 Menschen aus 38 US-Staaten hätten teilgenommen, "und wir hatten sogar Leute aus Kanada". Die größte der gefangenen Schlangen war den Angaben zufolge rund 4,30 Meter lang. Ihr Fänger erhielt eine Belohnung von tausend Dollar (rund 750 Euro). Die beiden Jäger mit den meisten gefangenen Schlangen bekamen je 1500 Dollar. Die Schlangenkörper sollen in der Universität Florida untersucht werden.

Was hat eine Python mit einer Katze gemein?

Feral Cat

Cuban treefrog

Tegu

Jake Edwards

appython2.jpg

appython.jpg

Jim Howard

A boy checks out pants made from Burmese pythons'

Ausgebüxte Haustiere

Der dunkle Tigerpython lebt eigentlich in Asien. In Florida tauchten die Tiere in der Natur erstmals nach dem Hurrikan Andrew 1992 auf. Vermutlich handelte es sich um Haustiere, die im Sturm in das Feuchtgebiet Everglades entkommen sind. Seitdem vermehrten sich die Reptilien dramatisch, sie sind inzwischen sogar zahlenmäßig stärker als die einheimischen Schlangen. Der Tigerpython ist ein guter Schwimmer, kann aber auch auf Bäume kriechen. Wissenschafter vermuten die fremden Riesenschlangen hinter dem deutlichen Rückgang heimischer Säugetiere wie Hasen, Wiesel, Waschbären und Wildratten.