Leben
11.05.2017

Macron äußert sich zu Altersdebatte über Ehefrau

In einem Interview rechnet Frankreichs neuer Präsident mit Frauenfeindlichkeit und Homophobie im Land ab.

In einem Interview mit der französischen Zeitung Le Parisien hat der neue Präsident Frankreichs, Emmanuel Macron, die Berichterstattung über seine Ehe kritisiert. Denn diese hat nicht selten den Altersunterschied des Paares, seine Frau Brigitte ist knapp 25 Jahre älter als er, zum Thema. Für den 39-jährigen Macron ist das nicht nachvollziehbar. Denn wäre er um 20 Jahre älter als seine Frau, würde wohl niemand die Legitimität der Beziehung infrage stellen, sagte Macron in dem Interview. "Nur weil sie 20 Jahre älter ist, sagen viele Leute, dass diese Beziehung nicht möglich sein kann."

Ausdruck von Frauenfeindlichkeit und Homophobie

Die Anmerkungen über den Altersunterschied würden laut Macron jedenfalls viel über die Frauenfeindlichkeit in Frankreich aussagen. Er äußerte sich in dem Interview außerdem zu den Spekulationen, er sei homosexuell. Sie würden von der "wuchernden Homophobie" derer zeugen, die diese Gerüchte verbreiten. Dadurch würde Homosexualität wie eine "versteckte Krankheit" behandelt.

Emmanuel Macron hat seine zukünftige Ehefrau im Gymnasium kennengelernt. Brigitte war Lehrerin für Französisch und Latein. Außerdem leitete sie die Theatergruppe, in der Macron Mitglied war. Weil sie verheiratet war, riet sie ihm, seinen Abschluss an einer Pariser Eliteschule zu machen. "Egal was Sie tun – ich werde sie heiraten", soll der Teenager seiner Angebeteten damals gesagt haben. Er hielt sein Wort.