Bayern/ ARCHIV: Das Logo des Online-Netzwerkes Facebook in Muenchen ist durch eine Lupe auf dem Computer-Bildschirm eines Laptops fuer eine Fotoillustration zu sehen (Foto vom 11.10.10). Facebook veroeffentlicht am Mittwoch (31.01.13) das Ergebnis fuer das vierte Quartal 2012. Foto: Joerg Koch/dapd

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Hacker
02/16/2013

Cyberattacke auf Facebook über Firmen-PCs

Nutzerdaten sollen von der Hacker-Angriffsserie nicht in Mitleidenschaft gezogen worden sein.

Facebook ist nach eigenen Angaben Ziel einer Angriffsserie von Computerhackern geworden. Es gebe jedoch keine Hinweise darauf, dass Nutzerdaten betroffen gewesen seien, teilte das weltgrößte soziale Online-Netzwerk in einem Blog-Beitrag am Freitag mit.

Der "ausgeklügelte Angriff" sei von Facebook-Sicherheitsexperten im Januar entdeckt worden. Zunächst sei auf dem Laptop eines Mitarbeiters eine bösartige Datei gefunden worden. Schließlich habe sich herausgestellt, dass auch die Laptops mehrerer anderer Mitarbeiter befallen gewesen seien. Auch sei ein bislang beispielloser Versuch unternommen worden, den Cyberschutz der Firma zu umgehen. Am 1. Februar seien daraufhin zusätzlich Schutzmaßnahmen ergriffen worden.

Das Unternehmen erklärte, es sei klar, dass nicht nur Facebook von der Attacke betroffen gewesen sei. „Auch andere wurden kürzlich angegriffen und infiltriert." Zum möglichen Motiv oder zum Ursprung des Angriffs äußerte sich Facebook nicht.

Attacke angeblich aus China

Ein Sicherheitsexperte eines anderen Unternehmens, der über den Vorgang informiert war, sagte, ihm sei vermittelt worden, dass die Attacke auf Facebook anscheinend von China ausging. Eine weitere über den Vorfall in Kenntnis gesetzte Person sagte, der erste Facebook-Mitarbeiter, dessen Computer infiziert wurde, habe sich die Schad-Datei über eine Webseite eingefangen, auf der Kodierungsstrategien diskutiert worden seien. Das FBI lehnte eines Stellungnahme ab.

Facebook hat nach eigenen Angaben weltweit mehr als eine Milliarde aktive Nutzer. Anfang Februar war auch der Nachrichtendienst Twitter ausgespäht worden. Dabei wurden nach Angaben des Unternehmens möglicherweise Passwörter und andere Informationen von rund 250.000 Nutzern gestohlen. Erst kürzlich waren zudem die „New York Times" und das „Wall Street Journal" von Hackern angegriffen worden. Beide Zeitungen gehen von einer Cyber-Attacke aus China aus.