China schließt zwei falsche Apple-Stores

Einer der gefälschten Apple-Stores in Kunming.
Foto: rts

Zwei von fünf Fake-Stores in Kunming müssen zusperren, allerdings nicht wegen illegalem Apple-Kopieren.

Die Entdeckung von fünf so genannten "Fake Apple Stores" in der südwest-chinesischen Stadt Kunming sorgte in der letzten Woche für allerlei Entrüstung bei Apple-Fans und Produktpiraterie-Gegnern. Sie verkauften teilweise echte Apple-Produkte, allerdings ohne jegliche Lizenz des Konzerns aus Kalifornien. Zwei dieser falschen Apple-Stores wurden nun, den Berichten einer chinesischen Tageszeitung zufolge, geschlossen. Ihre Betreiber konnten keine korrekte Geschäfts-Genehmigung vorweisen. Die Hoffnung vieler Wirtschaftstreibender, China würde endlich härter gegen Urheberrechts-Verletzungen vorgehen, wird dadurch nicht gerade genährt.

Apple betreibt in China vier offizielle Stores und hat mehr als 900 authorisierte Verkaufs-Agenten. Die Anzahl reicht offenbar nicht aus, um die große Nachfrage nach Apple-Produkten zu befriedigen. Wie Bloomberg berichtet (Link unten), wurden beispielsweise nur 53 Prozent der 1,07 Millionen im letzten Quartal in China verkauften iPads von offiziellen Apple-Partnern verkauft.

Das Kopieren und Fälschen von US-Produkten hat den Vereinigten Staaten laut Internal Trade Commission alleine im Jahr 2009 48 Milliarden US-Dollar (33,40 Mrd. Euro) an entgangenen Einnahmen und 2,1 Millionen Arbeitsplätze gekostet. Laut chinesischem Recht ist es im Grunde illegal, das "Aussehen und Gefühl" der Verkaufsstellen anderer Unternehmen zu kopieren. Die Rechtsdurchsetzung ist jedoch mangelhaft.

(rts, KURIER.at / dav) Erstellt am
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