Ein neuer Weg zum Direktorspos­ten

Gerhard Resch, Präsident Bgld. Landesschulrat…
Foto: SUSANNE EIWECK/Susanne Eiweck Gerhard Resch verkündete das neue Verfahren zur Schulleiterbestellung

Schulpartner fühlen sich ausgebootet.

Wie wird man im Burgeland Direktor oder erhält einen wichtigen Posten im Schuldienst? Das Verfahren zur Leiterbestellung wird im östlichsten Bundesland refomriert. So wird jetzt zum Beispiel die Kommission, die beim Hearing dabei ist, verkleinert. Außerdem muss künftig auch bei nur einem Bewerber das komplette Anhörungsverfahren durchgeführt werden, erklärte Landesschulratspräsident Gerhard Resch am Mittwochnachmittag in Eisenstadt vor Journalisten.

Die neue Regelung, die vom Landesschulrats-Kollegium am Mittwoch bei einer Enthaltung beschlossen wurde, soll am 15. Februar verlautbart werden und damit in Kraft treten. Zu den wichtigsten Änderungen gehöre eine Neubewertung bei der Berücksichtigung der bisherigen beruflichen Leistungen der Bewerber. Diese werden je nach Größe der Schule mit verschiedenen Faktoren bewertet, erläuterte Resch.

Kommission halbiert

Die Zahl der Mitglieder der mündlichen Kommission beim Anhörungsverfahren wird von zehn auf fünf halbiert. Der Vorsitzende kann jedoch beratende Mitglieder ohne Stimmrecht beiziehen. Bei Schulinspektoren soll das Auswahlverfahren einem Assessment-Büro übertragen werden, wie dies auch das Land bei der Stellenbesetzung mache, so Resch.

Künftig müssen Bewerber in jedem Teil des Auswahlverfahrens - beim beruflichen Portfolio, dem Persönlichkeitstest und im Hearing - mehr als 50 Prozent der Höchstpunktezahl erreichen. Findet sich kein geeigneter Kandidat, muss neu ausgeschrieben werden.

Die Stellungnahme der Schule, an der die Bestellung vorgenommen werden soll, wird nicht mehr gesondert berücksichtigt, sondern im Hearing integriert, so Resch. "Wir glauben, dass die Qualität des Auswahlverfahrens in Hinkunft besser wird", erklärte Landesschulrats-Vizepräsident Franz Fischer.

Kritik an der Änderung kam von den Schulpartnern: Es dürfe nicht sein, dass diese als direkt Betroffene im Entscheidungsverfahren völlig ausgeklammert würden, so Elisabeth Tschögl, Landesobfrau der Burgenländischen Schülerunion. Im Burgenland werden laut Resch jährlich zwischen 20 und 50 Bestellungsverfahren durchgeführt.

(APA) Erstellt am
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