Leben
19.07.2017

Braut trifft Empfänger des Spenderherzens ihres Sohnes

Becky Turney aus dem US-Bundesstaat Alaska verlor vor zwei Jahren ihren Sohn Triston. Weil dieser Organspender war, rettete er das Leben eines anderen jungen Mannes. Bei der Hochzeit der Mutter kam es zu einem berührenden Aufeinandertreffen der beiden.

Wenn Eltern ihre eigenen Kinder überleben, dann ist das besonders tragisch. Eine Frau, die dieses Schicksal ereilt hat, ist die 40-jährige Becky Turney aus dem US-Bundesstaat Alaska. Denn ihr Sohn, Triston Green, starb vor zwei Jahren im Alter von nur 19 Jahren. Sein Herz wurde im Oktober 2015 einem anderen jungen Mann, Jacob Kilby, eingesetzt, der dank der OP weiter leben konnte.

Kürzlich hat Becky ihren Verlobten Kelly Turney geheiratet. Dieser ließ sich für den besonderen Anlass eine Überraschung einfallen. Er ließ Jacob Kilby aus Kalifornien zur Hochzeit einfliegen. Davor hatte Becky den Organempfänger noch nie gesehen, sie hatten lediglich nach der Operation ein paar Mal miteinander telefoniert und Nachrichten ausgetauscht. Das berichtet das Magazin People.

"War von der Schönheit dieses Moments überwältigt"

Bei der Hochzeitszeremonie war es schließlich so weit: Kelly Turney präsentierte Jacob als seinen sechsten Trauzeugen. Becky brach daraufhin in Tränen aus und auch alle anderen Hochzeitsgäste konnten diese ebenfalls nicht länger zurückhalten. Eine Hochzeitsfotografin hielt die berührende Begegnung fest. "Ich wusste von der Überraschung, ich war aber von der Schönheit des Moments überwältigt", schrieb die Fotografin unter die Bilder auf Facebook.

Auf einem der Bilder ist zu sehen, wie Becky mit dem Stethoskop anhört, wie das Herz ihres Sohnes in Jacobs Brust schlägt. Der heute 21 Jahre alte Jacob ist übrigens nicht der Einzige, dem Triston das Leben gerettet hat. Er half mit seinen Organen vier weiteren Menschen.

Braut von Organempfänger zum Altar geführt

Becky Turneys Geschichte erinnert an jene von Jeni Stepien. Vor fast genau einem Jahr wurde die US-Amerikanerin von jenem Mann, der ein lebenswichtiges Organ ihres verstorbenen Vaters erhalten hatte, zum Altar geführt. "Ich war einfach so dankbar, dass mein Vater im Geist mit uns sein konnte, und ein wenig auch tatsächlich. Das war wirklich für uns etwas ganz Besonderes", sagte Stepien damals der New York Times (mehr dazu hier).