Brasilien: Schüler mit Chips überwacht

EPAepa02648415 A handout photo released on 23 March 2011 by South Korea Telecom shows a Universal Subscriber Identity Module (USIM) card capable of identifying fake whiskeys. SK Telecom Co., South Koreas top mobile carrier, will export the device to China
Foto: EPA

Schulschwänzer in Vitoria da Conquista sollen durch RFID-Chips in Uniformen keine Chance bekommen.

In der brasilianischen Stadt Vitoria da Conquista sind die Schuluniformen von 20.000 Schülern mit Computerchips ausgestattet worden, um Schulschwänzer zu entlarven. Die "intelligenten Uniformen" teilen den Eltern der Kinder via SMS mit, wenn sie das Schulgebäude betreten. Außerdem werden sie benachrichtigt, wenn das Kind 20 Minuten nach Schulbeginn das Gebäude immer noch nicht betreten hat.

Coriolano Moraes, ein Verantwortlicher der betroffenen öffentlichen Schulen, erklärt gegenüber der Associated Press die Beweggründe für den drastischen Schritt: "Wir haben gemerkt, dass viele Eltern ihre Kinder in die Schule bringen, aber nicht lange genug bleiben, um zu kontrollieren, ob sie wirklich das Gebäude betreten." Sobald ein Schüler drei Mal den Unterricht versäumt, müssen die Eltern eine Erklärung abgeben. Tun sie das nicht, werden die Behörden benachrichtigt.

43.000 Schüler mit Chip

Der Chip selbst sitzt unter dem Schulwappen am Ärmel der Schüler und hält Belastungen wie Waschen und Bügeln stand. Aus dem Bericht geht nicht hervor, welche Technik der Chip nutzt, aber aufgrund der Funktionsweise dürfte es sich um einen simplen RFID-Chip handeln. Die Stadtregierung hat in die Entwicklung des Systems über eine halbe Millionen Euro gesteckt. Bis 2013 sollen alle 43.000 Schüler in den öffentlichen Schulen in Vitoria da Conquista mit dem Chip ausgestattet sein.

Das System hat in Brasilien bereits einige Anhänger gefunden, Schulen aus dem ganzen Land haben sich laut Moraes bereits nach der Funktionsweise erkundigt.

(futurezone) Erstellt am
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