Leben
21.06.2017

Rassismus-Vorwürfe gegen Kim Kardashian

Kim Kardashian sorgt mir ihrer neuen Make-up-Linie für Aufsehen. Im Mittelpunkt stehen jedoch nicht die Produkte, die bald auf den Markt kommen, sondern Rassismus-Vorwürfe. Der New York Times schilderte der Reality-TV-Star seine Sicht der Dinge.

Eigentlich sollte alles ganz anders kommen. Denn eigentlich wollte Kim Kardashian den Launch ihrer neuen Beauty-Linie "KKW Beauty" mit glamourösen Promo-Bildern auf Social Media ankündigen. Doch der Plan misslang, und das ganz gewaltig.

Blackface-Skandal?

Nachdem das It-Girl, das durch die Reality-TV-Serie "Keeping Up With The Kardashians" bekannt wurde, auf Instagram und Twitter ein werbliches Bild von sich teilte, wurde sie von zahllosen Mitgliedern der Community bezichtigt, Blackface zu praktizieren. Blackface ist eine rassistisch geprägte Theater- und Unterhaltungsmaskerade, die in den Minstrel Shows des 19. Jahrhunderts in den Vereinigten Staaten entstand. Dabei malten sich weiße Künstler das Gesicht schwarz und parodierten schwarze Mitbürger. Sie wurden meist als naiv, trunken und schwachsinnig dargestellt.

Auf dem Sujet ist die US-Amerikanerin, die mit Rapper Kanye West verheiratet ist, tatsächlich sehr stark gebräunt.

"War sehr gebräunt"

Im Gespräch mit der New York Times versucht Kardashian nun die Wogen zu glätten. Sie habe niemanden beleidigen wollen und sei zum Zeitpunkt der Aufnahmen lediglich "sehr gebräunt" gewesen. Sie räumt auch ein, dass der "Kontrast etwas unnormal geraten" sei. Kardashian betont, dass sie die Bilder vor der Publikation vielen Menschen gezeigt hätte. Kritische Reaktionen hätte sie keine bekommen. "Keiner hat was gesagt", so Kardashian im Interview.

Mittlerweile wurde die Farbgebung der Sujets angepasst: "Wir haben das Problem erkannt und wir haben alles sofort adaptiert und verändert", erläutert die 36-Jährige. Die überarbeiteten Fotos sind auch jene, die nun auf Kardashians Accounts im Netz auffindbar sind.

Das Thema Blackface ist auch in Europa nicht unbekannt. Im Jahr 2014 pöbelte PULS 4-Moderator Chris Stephan Kim Kardashian am Wiener Opernball an. Sein Gesicht hatte Stephan schwarz angemalt.

Im Dezember 2013 wurde dem ZDF in Twitterkommentaren vorgeworfen, in der Sendung "Wetten, dass..?" vom 14. Dezember 2013 eine an Blackface erinnernde Stadtwette durchgeführt zu haben. Augsburger Bürger wurden aufgefordert, paarweise als Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer verkleidet auf die Bühne zu kommen.