Leben 04.04.2012

Blackberry-Software auf iOS und Android

RIM will seine Vorzüge beim Thema Sicherheit durch eine App bei der Smartphone-Konkurrenz ausspielen.

Der unter der Konkurrenz von iPhones und Android-Smartphones leidende Blackberry-Hersteller Research in Motion (RIM) bietet künftig Software für die Handys seiner Wettbewerber an. Unternehmen stünden zunehmend unter dem Druck ihrer Angestellten, die ihre eigenen Telefone auch beruflich nutzen wollten, erklärte RIM am Dienstag. Für die Unternehmen sei das ein Sicherheitsrisiko. Blackberry-Handys zeichnen sich vor allem für ihre hohe Sicherheit aus, E-Mails werden etwa verschlüsselt versandt.

Diese Technologie soll nun auch auf iPhones von Apple und den Smartphones mit dem Google-Betriebssystem Android genutzt werden können. Die Handybesitzer müssen dafür eine App von Blackberry herunterladen. Diese ermöglicht dann etwa verschlüsselte Verbindungen ins Internet, zentral verwaltete Sicherheitseinstellungen oder das Löschen vertraulicher Daten bei Verlust des Handys.

Image-Korrektur mit Blessuren

Als relativ unsicher erwies sich ein Blackberry-Event in London am Dienstag-Abend. Nach dem Auftritt des Sängers Jessie J. wurde ein Mann bei der Garderobe mit einer abgebrochenen Flasche attackiert und mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht, wie The Telegraph berichtet. Eine peinliche Angelegenheit für RIM, welches in Großbritannien bereits ein angeschlagenes Image zu verteidigen hat. Dem Kurznachrichten-Dienst Blackberry Messenger wurde vorgeworfen, eine signifikante Rolle bei der Organisation der London Riots im August 2011 gespielt zu haben.

( apa , afp , futurezone ) Erstellt am 04.04.2012