"Anonymous" wurde selbst gehackt

Chaos herrscht bei "Anonymous", nachdem die Gruppe selbst gehackt wurde.
Foto: ap

Jene Gruppe, die unter anderem die Seiten von GIS, SPÖ und FPÖ gehackt hatte, wurde nun selbst Opfer eines Cyber-Angriffs.

Die Hackergruppe Anonymous ist nach Angaben eines ihrer Mitglieder nun selbst zum Opfer einer Attacke geworden: Der IRC (Internet Relay Chat, Anm.) Server irc.anonops.li, das (frühere) Hauptkommunikationsmedium wurde gehackt. "Anonymous ist nun völlig unkoordiniert unterwegs. Keiner weiß, was passiert, oder besser: Was wird nun passieren", so der Insider.

Das Problem für Anonymous: Da die Mitglieder - um eben "anonym" zu bleiben - untereinander keinen persönlichen Kontakt hegen, können sie auch keine neuen Infos austauschen oder etwa die Domain zu einem neuen IRC Server verbreiten.

Zum Angriff habe sich das Hacker-Team "TeamPoison" bekannt. Von diesem wurden im Internet die persönlichen Daten der wichtigsten Mitglieder von Anonymous und der Hackergruppe "Lulzsec" veröffentlicht. Gepostet wurden auch die Login-Daten dieser User inklusive Passwort.

Nicht gerade schmeichelhaft beschreibt "TeamPoison" Anonymous und Lulzsec als unterbelichtete Vollidioten. Beide seien keine wirklichen Hacker, sondern bestünden aus "Script-Kiddies". Darunter versteht man User, die keine Ahnung davon haben, wie man echte Hackertools selbst programmiert und sich einfach Tools aus dem Internet runterladen, "um sich damit toll vorzukommen". Anonymous habe lediglich DDOS Attacken (Distributed Denial of Service - eine Überlastung von Infrastruktursystemen durch einen konzentrierten Angriff auf Server oder Rechner, Anm.) ausgeführt, was nicht schwer sei.

(apa / dk) Erstellt am
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