Mutant En Sabah Nur alias Apocalypse erwacht im Jahr 1983 nach 5000 Jahren

© /Twentieth Century Fox

Filmstart
05/19/2016

X-Men: Apocalypse - Da kracht es

Bryan Singer lässt wieder die Mutanten los und plant schon nächsten Teil.

von Susanne Lintl

X-Men: Apocalypse. USA 2016. 147 Min. R: Bryan Singer. D: James McAvoy, Michael Fassbender, Jennifer Lawrence, Sophie Turner En Sabah Nur heißt der Bösewicht. Wörtlich übersetzt: der Erste seiner Art. Der erste Mutant, der das X-Men-Universum je bevölkert hat, schlief 5000 Jahre lang tief und fest in seiner ägyptischen Pyramide, ehe er sich nun erhebt. Wie Gott beim jüngsten Gericht will Apocalypse, wie er sich jetzt nennt, die Menschheit von ihren Sünden und ihrer Dekadenz abbringen und ist dabei bei der Wahl seiner Mittel nicht zimperlich. Gemeinsam mit vier gewaltbereiten Mitkämpfern – seinen vier apokalyptischen Reitern – startet er seinen Kreuzzug gegen die verkommenen Menschen. Da können nur die X-Men dagegenhalten.

Zum vierten Mal inszeniert Bryan Singer die nicht umzubringende Marvel-Mutantensaga und er greift dabei ganz tief in die Dramakiste: Magneto – dargestellt von Michael Fassbender – muss als brav integrierter polnischer Minenarbeiter mitansehen, wie seine Frau und sein Kind getötet werden, und wird zum gnadenlosen Rächer; Professor Xavier wird von En Sabah Nur entführt und mental manipuliert; davor jagt der Bösewicht noch Xaviers Schule für begabte Mutanten in die Luft. Und, ja, noch ein kleiner Kollateralschaden: Alle Atomraketen der Welt werden abgefeuert. Wundersamerweise explodieren sie aber nicht, sondern kreisen als ästhetisch wertvoller Metallmüll im Weltall.

Lang, nicht langatmig

Zweieinhalb Stunden bombardiert Singer den gemeinen X-Men-Fan mit seinen skurill-irrwitzigen Einfällen und man wundert sich, wie schnell diese 147 Minuten vergehen. Das Achtzigerjahre-Setting inklusive passendem Soundtrack (unter anderem "Sweet Dreams Are Made Of This" von den Eurhythmics) ist offenbar etwas, was den Nerv des Regisseurs im Positiven getroffen hat: Man merkt, obwohl Singer sich nun seit dem Jahr 2000 mit dem X-Men-Franchise beschäftigt, seine kindische Freude daran, die X-Men-Helden ihren Schabernack in diesem mammon- und lifestyleaffinen Jahrzehnt treiben zu lassen. Frisches Blut bekommen die alteingesessenen Helden auch: Sophie Turner (genau, die Sansa aus "Game of Thrones") als Phoenix und Evan Peters als cool-flutschender Quicksilver sorgen für erfrischende Effekte und unterhaltsame Tiefschläge gegen den bösen Apocalypse.

Die Apokalypse, die ist übrigens am Ende abgesagt – schließlich soll man ja noch mehr von den X-Men sehen.

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