Schauspieldirektorin Frie Leysen und Intendant Markus Hinterhäuser

© APA/ROBERT JAEGER

Wiener Festwochen
04/24/2014

Der Run auf die Tickets hat begonnen

Schon großes Interesse am Programm – der Kartenverkauf an den Kassen beginnt für alle Produktionen am Samstag.

Das Interesse am heurigen Programm ist riesig groß", freut sich Markus Hinterhäuser, der neue Intendant der Wiener Festwochen (9. Mai bis 15 Juni). "Wir sind sehr, sehr gut unterwegs."

Fast 70 Prozent der Tickets für Wiens größtes Kulturfestival sind bereits verkauft, ehe am Samstag um 10 Uhr "der physische Kartenverkauf" beginnt, so Geschäftsführer Wolfgang Wais, und wieder Karten für alle Produktionen verfügbar sind.

Wegen der großen Nachfrage gibt’s etwa eine Zusatzvorstellung der "Winterreise" am 15. 6., bei der William Kentridge Schuberts Liederzyklus mit Hinterhäuser am Klavier und dem Bariton Matthias Goerne als "bebilderte Autobiografie" inszeniert.

Lange ersehnt und endlich verwirklicht wurde heuer ein Festwochen-Zentrum im Künstlerhaus. Dort kann man während der Festwochen täglich ab 10 Uhr bei freiem Eintritt Videos ansehen, Lesungen hören oder einfach nur mit "Hirn und Herz", so das Festival-Motto, dabei sein.

"Das Theater ist nicht dazu da, um uns nur zu befriedigen, sondern zu verstören", so Schauspielchefin Frie Leysen, "und da braucht man einen Ort, wo man Gleichgesinnte treffen kann, um seine Wunden zu lecken."

Europa singt im Chor

Der traditionelle Open-Air-Event am Rathausplatz zur Eröffnung der Wiener Festwochen 2014 findet am Europatag, 9. Mai, statt. Dabei singen Chöre aus acht Ländern und "demonstrieren den europäischen Gedanken".

Höhepunkte unter den Genre-Grenzen wie Musik, Theater, Tanz, Performance oder Ausstellung übergreifenden Produktionen sind

zwei Stücke des französischen Altmeisters und Regisseurs der Antibeschleunigung, Claude Régy: "Intérieur" von Maeterlinck und "La Barque le soir" (Boot am Abend).

Verdis Oper "Macbeth" spielt bei Brett Bailey in Afrika in einer "starken, radikalen Version, die Verdi respektiert", aber mit Schauspielern und Musikern die Geschichte von kongolesischen Flüchtlingen erzählt.

"Coup Fatal" mit dem kongolesischen Countertenor Serge Kakudji und dem belgischen Choreografen Alain Platel kombiniert Barockmusik – konkret Werke von Georg Friedrich Händel oder Christoph Willibald Gluck – mit kongolesischer Musik, gespielt auf traditionellen Instrumenten.

Peter Mussbach inszeniert Georg Friedrich Haas’ Oper "Bluthaus" (Libretto: Händl Klaus) im Theater an der Wien als Uraufführung in einer Neufassung mit 45 Minuten neu komponierter Musik.

die wahnwitzige Tschechow-Revue "Tararabumbia" des Russen Dmitry Krymov – mit Musik, Puppenspiel und Tanz.

"Ten Thousand Tigers" – Bildertheater des Filmemachers Ho Tzu Nyen aus Singapur.

Bei "Into the City" setzt sich das russische Künstlerkollektiv Chto Delat (deutsch: Was tun?) beim Projekt "Face to Face with the Monument" mit der Bedeutung von Mahnmalen und Gedenkstätten auseinander. Dreh- und Angelpunkt ist das "Heldendenkmal der Roten Armee" auf dem Schwarzenbergplatz.

Link: www.festwochen.at

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