Seit Jahren sanierungsbedürftig: das Wien Museum am Karlsplatz

© APA/HERBERT PFARRHOFER

KULTURPOLITIK
06/02/2016

Wien Museum Neu: Anhaltende Verzögerungen

Erweiterungsprojekt für das Wien Museum samt Sanierung: Noch immer keine Kostenschätzung

von Thomas Trenkler

Das Projekt "Wien Museum Neu" bleibt eine Passionsgeschichte. Bereits 2003 wies Wolfgang Kos, der damalige Direktor, auf die dringende Sanierung des Wien Museums hin. Im August 2009 kündigte Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ) einen Neu- oder zumindest Erweiterungsbau an: Bis zur Landtagswahl im Jahr 2010 wollte er die Entscheidungsgrundlagen für einen internationalen Architekturwettbewerb vorbereitet haben.

Daraus wurde es nichts: Erst im März 2015 kam es zur Auslobung eines zweistufigen Architekturwettbewerbs zur Erweiterung des Gebäudes am Karlsplatz. Bei der Bekanntgabe des siegreichen Teams Winkler + Ruck mit Ferdinand Certov am 20. November ging Kos-Nachfolger Matti Bunzl davon aus, das Museum aufgrund der Bau- und Sanierungsarbeiten im Sommer 2017 zu schließen. Als Ziel wurde eine Wiedereröffnung Ende 2019 (zum 60-Jahr-Jubiläum des Oswald-Haerdtl-Baus) genannt.

Das letzte halbe Jahr dürfte nicht viel passiert sein. Sigrid Oblak, in der Wien Holding für das Projekt zuständig, rechnet auf Nachfrage des KURIER mit einem Baubeginn "sicher nicht vor Ende 2017 beziehungsweise Anfang 2018". Denn man werde erst "jetzt die weiteren Schritte einleiten". Es gibt also weder eine Kostenschätzung noch ein Finanzierungsmodell, wie Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner einbekannte. Es wurde auch noch kein Flächenwidmungsverfahren eingeleitet.

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