"What Happened To Monday": Bei Überbevölkerung Menschen killen

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Foto: /Einhorn Noomi Rapace in einer 7-fach-Rolle

Schießwütiges Popcorn-Actionspektakel mit Noomi Rapace.

Angeblich hat Grimms Märchen "Hänsel und Gretel" den schwedischen Regisseur Tommy Wirkola so sehr das Fürchten gelehrt, dass er dieses Gefühl nun an uns Kinozuschauer weitergibt. Mit saftigen Spezialeffekten malt er die Auswirkungen der Überbevölkerung im Jahr 2073 aus: Rattenfleisch zum Abendessen, weil in den Megastädten die Lebensmittel knapp sind. Darüber hinaus hat der Konsum von genmanipulierten Pflanzen bei Menschen zu Mehrlingsgeburten geführt – und diese wiederum zu einer skrupellosen Ein-Kind-Politik. Mittendrin versucht sich die Schauspielerin Noomi Rapace in der Rolle von Siebenlingen zu behaupten, die durch eine strikte Erziehungsmaßnahme vor den Häschern geschützt werden sollen: Um eine einzige, gemeinsame Identität vorzutäuschen, darf jede der sieben Schwestern jeweils nur an einem Tag der Woche das Haus verlassen. Benannt wurden sie deshalb nach den Wochentagen Monday, Tuesday, Wednesday, etc. Die Tarnung droht aufzufliegen, als eine von ihnen – Monday – eines Tages nicht zurückkehrt.

Das schießwütige Popcorn-Actionspektakel bietet auf politische Grundfragen nach den Auswirkungen der Überbevölkerung eine eigenwillige Antwort: Man bringt möglichst viele Menschen ganz einfach um. Rapace wirkt mit ihren sieben Rollen überfordert, auch wenn schrille Perücken und Klamotten dabei helfen sollen, die Charaktere zu unterscheiden.

Text: Gabriele Flossmann

 INFO: GB/F/BL/USA 2017. 123 Min. Von Tommy Wirkola. Mit Noomi Rapace.

KURIER-Wertung:

(kurier) Erstellt am
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