Von Mello bis Mexiko: Glatt & Verkehrt

Mit Dudelsäcken im Kirchenraum von Göttweig: Griff-Trio aus Belgien
Foto: Glatt & Verkehrt

Das Festival "Glatt & Verkehrt" bringt Klänge aus allen Erdteilen in die Wachau (bis 31. 7.) - u.a. mit Holstuonarmusigbigbandclub und Son de Madera.

Größer, weiter, vielfältiger. So könnte heuer die Devise von "Glatt & Verkehrt" lauten. Mit 27 multikulturellen Bands an so vielen Spielstätten wie nie zuvor, lädt das Fest der traditionellen Musik zum 15. Mal zu einer Reise um die Welt.
Sowohl in der heimeligen Umgebung der Heurigen, als auch in historischen Kirchen in und rund um Krems kann man neben alpiner Jodelmusik auch südländischen Rhythmen und Dudelsäcken lauschen.

Die heurige Ausgabe präsentiert fünf große Themenblöcke, die jeweils auf einen speziellen Erdteil ausgerichtet sind. Daneben gibt es zahlreiche kleinere Konzerte, die das Publikum zum Mitmachen animieren.
"In der traditionellen Musik sind Spielende und Hörende identisch: Hier gibt es keine Zuschauer, nur Beteiligte", sagen die Veranstalter.
Das belgische Griff-Trio bringt am Donnerstag (14. 7.) die Mauern im Kirchenraum von Göttweig mit ihren Dudelsäcken zum Erbeben. Unterstützt wird die Gruppe von Hans Hassler, dem Schweizer Virtuosen am Akkordeon.

Von Vorarlberg bis Afrika

Auch Österreich wird auf dem Festival würdig vertreten: Die Jazz/Blues-Kombo 5/8erl in Ehr'n (17. 7.) stand bereits letztes Jahr beim "Glatt & Verkehrt" auf der Bühne. Außerdem wird das Stil-Chamäleon Attwenger auftreten. Und die Vorarlberger Gruppe Holstuonarmusigbigbandclub (27. 7.), kurz HMCB genannt, die von den Veranstaltern selbst als österreichisches Justin-Bieber-Phänomen bezeichnet wird. Immerhin hielt sich deren Hit "Vo Mello bis ge Schoppornou" ein Dreivierteljahr in den Ö3-Charts. Markenzeichen der Band ist zweifelsohne der ausgeprägte Dialekt aus dem Bregenzer Wald, durch den sie nicht nur österreichweit, sondern auch in den Nachbarstaaten bekannt wurden.

Neben Europa präsentieren auch andere Kontinente in der Wachau ihre musikalischen Traditionen: Shelley Hirsch & Kazuhisa Uchihashi (USA/Japan; 27. 7.), Son de Madera (Mexiko; 28. 7.), El Tanbura und Abdelgadir Salim Band (30. 7.) aus Afrika, um nur einige zu nennen.
Beim großen Festivalfinale am 31. 7. unter dem Motto "Trikitixa, Cante Jondo & Barcelona Beat" wird geballte, spanische Lebensfreude verbreitet. Viva la musica!

INFO: Bis 31. 7. Karten: Tel. 02732/ 90 80 33

(kurier / Anna Huber, Christina Prömer) Erstellt am
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