Zugegeben: Die restlichen Comebackversuche Fallen in die Kategorie "peinlich": 2012 war V-Ice, wie sich der Rapper zwischenzeitlich nannte, etwa in einer Nebenrolle von Adam Sandlers "Chaos Dad" zu sehen und wurde dafür glatt für eine "Goldene Himbeere" als schlechtester Nebendarsteller nominiert.

© Deleted - 1595556

Rap
02/25/2015

Vanilla Ice ist besser als Shakespeare

Es ist alles eine Frage des Flows: Laut Algorithmus hat der "Ice, Ice, Baby"-Rapper mehr davon als der Dichterkönig

von Georg Leyrer

Hamlet? Macbeth? Vergesst es.

Ein Algorithmus hat nun ausgerechnet, dass Shakespeares Werk nicht mit jenem des Rappers Vanilla Ice ("Ice, Ice, Baby") mithalten kann.

Textprobe:

"Take heed, 'cause I'm a lyrical poet
Miami's on the scene just in case you didn't know it
My town, that created all the bass sound
Enough to shake and kick holes in the ground."

Das hat, so der Computer, mehr "Flow" als das Werk von Shakespeare. Was der Flow ist, ist dabei nicht ganz leicht festzumachen: Es ist eine Kombination aus Rhythmik, Sprachmelodie, Synkopierung und Reim, die den jeweiligen Rapper auszeichnet. Der finnnische Doktorand Eric Malmi hat insbesondere bestimmte Reimarten - bei denen sich die Selbst-, aber nicht die Mitlaute reimen - untersucht und bewertet.

Nach diesem "Reimfaktor" ist Inspectah Deck der versierteste lebende Rapper, gefolgt von Rakim und Redrama.

Der Schwenk in Richtung Shakespeare zeigt dann auch gleich die Grenzen der Computeranalyse von Kunst auf.

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