Staatsoper - Tristan & Isolde

© Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Nachtkritik
06/14/2013

"Tristan und Isolde": Triumph für die Protagonisten

Premiere. Franz Welser-Möst dirigierte Wagner im Haus am Ring.

von Gert Korentschnig

Es ist genau zehn Jahre und 20 Tage her, dass an der Wiener Staatsoper zuletzt eine Premiere der Richard-Wagner-Oper „Tristan und Isolde“ stattfand. Damals dirigierte Christian Thielemann, die Inszenierung stammte von Günter Krämer. Das Dirigat wurde gefeiert, die Regie heftig kritisiert.

Nun, bei der als Höhepunkt des Wiener Wagner-Jahres angelegten Neuproduktion der Oper, verhält es sich ähnlich: Die musikalische Gestaltung durch Generalmusikdirektor Franz Welser-Möst und das Staatsopernorchester ist exzellent und wurde am Donnerstag vom Premierenpublikum großteils euphorisch akklamiert. Die Regie von David McVicar, die nur auf Bebilderung, keinerlei Interpretation oder Gestaltung setzt, wurde zu Recht mit heftigen Buhs verabschiedet.

Zum Triumph wurde die Aufführung – neben der farbenreichen, höchst dynamischen musikalischen Umsetzung – aber auch und vor allem durch die beiden Protagonisten auf der Bühne.

Szenenfotos: "Tristan und Isolde"

FOTOPROBE: "TRISTAN UND ISOLDE" IN DER WIENER STAA

FOTOPROBE: "TRISTAN UND ISOLDE" IN DER WIENER STAA

FOTOPROBE: "TRISTAN UND ISOLDE" IN DER WIENER STAA

FOTOPROBE: "TRISTAN UND ISOLDE" IN DER WIENER STAA

FOTOPROBE: "TRISTAN UND ISOLDE" IN DER WIENER STAA

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FOTOPROBE: "TRISTAN UND ISOLDE" IN DER WIENER STAA

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FOTOPROBE: "TRISTAN UND ISOLDE" IN DER WIENER STAA

FOTOPROBE: "TRISTAN UND ISOLDE" IN DER WIENER STAA

FOTOPROBE: "TRISTAN UND ISOLDE" IN DER WIENER STAA

FOTOPROBE: "TRISTAN UND ISOLDE" IN DER WIENER STAA

FOTOPROBE: "TRISTAN UND ISOLDE" IN DER WIENER STAA

Peter Seiffert ist ein von Beginn an volles Risiko gehender, im zweiten Aufzug wunderbar lyrischer und im dritten bis zum letzten Ton durchhaltender Tristan. Von der neuen Wiener Isolde, Nina Stemme, wird man noch in vielen Jahren sprechen. Sie ist seit ihrem Bayreuther Auftritt in dieser Partie (2005) noch besser geworden und zur Zeit unübertrefflich. Ihre Isolde ist zutiefst berührend, höchst dramatisch, dann wiederum prachtvoll und nobel, ihr Sopran sicher in den Spitzentönen und warm-timbriert in den tieferen Lagen. Diese Sängerin agiert an der Spitze des Wagner-Gesangs.

Da können Jochen Schmeckenbecher als Kurwenal und Janina Baechle als Brangäne nicht mithalten. Schon eher Stephen Milling als König Marke.

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