Theater an der Wien: Zehn Premieren 2012/13

APA/ROBERT JAEGERAPA7313518-2 - 22032012 - WIEN - ÖSTERREICH: ZU APA-TEXT KI - (v.L.n.R.) - VBW-Generaldirektor Thomas Drozda, der Intendant des Theaters an der Wien Roland Geyer und Dirigent Marc Minkowski während einer Pressekonferenz des Theaters an de
Foto: APA/ROBERT JAEGER Thomas Drozda, Roland Geyer und Dirigent Marc Minkowski präsentierten den Spielplan für 2012/13.

Roland Geyer hat Bregenz den Rücken gekehrt und bleibt bis 2018. Der Spielplan 2012/13 bringt Verdi, Wagner und Co und zehn szenische Premieren.

Am Bodensee sucht man weiter einen neuen Intendanten. Im Theater an der Wien aber sind die Weichen für die Zukunft gestellt. Roland Geyer, der für kurze Zeit als Leiter der Bregenzer Festspiele feststand, ehe der Vertrag einvernehmlich gelöst wurde, bleibt bis 2018 Chef an der Wien. Das gab der kaufmännische Leiter der Vereinigten Bühnen Wien (VBW), Thomas Drozda, bei der Spielplanpressekonferenz bekannt.

Geyer selbst meinte dazu: "Das Bregenz-Intermezzo hat mir die Augen geöffnet und die Lust auf das Theater an der Wien noch gesteigert. Ich weiß jetzt, was hier alles möglich ist. Wir haben eine wunderschöne Saison 2012/’13 vor uns."

 

Langfristig

Zehn Premieren stehen nächste Spielzeit an; viele künstlerische Partnerschaften sind auf mehrere Jahre hin geplant. Etwa jene mit dem Dirigenten Marc Minkowski, der im Wagner-Jahr 2013 (200. Geburtstag des Komponisten) mit seinen Les Musiciens du Louvre ein Wagner-Konzert mit Auszügen aus den "Meistersingern" sowie dem "Ring des Nibelungen" leiten wird und der 2015 auch eine szenische Produktion einer Wagner-Oper dirigieren soll.

Eng an das Theater an der Wien wird auch Regisseur Peter Konwitschny gebunden. Er inszeniert im Verdi-Jahr 2013 (auch 200. Geburtstag des Komponisten) dessen Oper "Attila" und soll in den kommenden Spielzeiten eine Regie pro Jahr übernehmen.

Mit der Oper "Il ritorno d’Ulisse in patria" setzt Regisseur Claus Guth seinen Monteverdi-Zyklus fort, mit "Iphigénie en Aulide" setzt Torsten Fischer seinen Gluck-Zyklus fort. Im Jahr 2014 sind Fischers Interpretationen von Glucks "Iphigénie en Aulide" sowie "Iphigénie en Tauride" hintereinander zu sehen.

 

Debüt

Sein Debüt als Opernregisseur gibt Josefstadt-Direktor Herbert Föttinger ("Ich möchte dieses Genre für mich erobern.") mit Ludwig van Beethovens "Fidelio" und Nikolaus Harnoncourt am Pult des Concentus Musicus. Für und mit Cecilia Bartoli kommt (als einzige Koproduktion, mit Zürich) Rossinis "Le comte Ory) in der Regie von Moshe Leiser und Patrice Caurier.

Weiters gibt es: Giacomo Puccinis "Il Trittico" in der Inszenierung von Damiano Michieletto und mit Kirill Petrenko am Pult, "Mathis der Maler" von Paul Hindemith (Regie: Keith Warner, Dirigent: Bertrand de Billy), Händels "Radamisto" und Berlioz’ "Béatrice et Bénédict". In der sogenannten Hölle wird Tristan Schulzes Kammeroper "Premiere" uraufgeführt. Die reale Kammeroper bespielt das Theater an der Wien übrigens ab 2013/’14.

Erfreulich sind die Zahlen. Die Auslastung liegt bei 94,3 Prozent, 23.000 Abos sind verkauft.

(APA / moe) Erstellt am
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