Leos Janáček im Haus am Ring: Laura
Aikin als Emilia Marty, Heinz Zednik als Hauk-
Sendorf

© /: Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Nachtkritik
12/14/2015

Staatsoper: Jubel für "Die Sache Makropulos"

An der Staatsoper ist erstmals "Die Sache Makropulos" von Leos Janáček zu erleben.

von Gert Korentschnig

Die Geschichte basiert auf einer "Komödie" von Karel Čapek und wurde durch Leos Janáček auch zu einer grandiosen Oper, die 1926 am Nationaltheater in Brünn uraufgeführt wurde: Die berühmte Sängerin Emilia Marty wurde vor 337 Jahren als Elina Makropulos geboren, ihr Vater Hieronymus (Leibarzt von Rudolf II.) testete an ihr ein Elixier, das ewiges Leben verleiht. Seither taucht Elina immer wieder unter unterschiedlichen Namen in unterschiedlichen Epochen auf und jagt nun im Prag des Jahres 1922 dem verloren gegangenen Rezept hinterher – um am Ende draufzukommen, dass Leben nur lebenswert ist, weil es endlich ist.

Zum ersten Mal ist dieses faszinierende Werk nun an der Wiener Staatsoper zu erleben – eine echte Freude. Jakub Hrůša dirigiert, man hört Raffinessen, Schönheiten der Partitur, die Gestaltung ist aber zu linear und nicht so differenziert, wie man es sich wünschen würde. Die Regie stammt von Peter Stein und ist klassisch-konservativ, ohne Meta-Ebene, aber mit einem bewegenden Finale – wenn Emilia Marty binnen Sekunden zum Zombie wird. Laura Aikin kämpft in dieser Partie gegen die Orchesterwogen an, Ludovit Ludha (Albert Gregor) und Markus Marquardt (Jaroslav Prus) agieren solide. Heinz Zednik zeichnet Hauk-Sendorf berührend und komödiantisch. Jubel des Publikums.

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