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#ESC2014
05/11/2014

Song Contest: Der Phoenix ist gelandet

Conchita Wurst wurde nach ihrem Sieg euphorisch in Wien empfangen und zeigte sich bestens gelaunt.

von Peter Temel

Der Phoenix ist in Wien gelandet. Nach der Sensation von Samstagnacht, als Conchita Wurst den 59. Song Contest gewann, setzte das Flugzeug aus Kopenhagen Sonntagmittag am Flughafen Wien-Schwechat auf. In der Ankunftshalle herrschte Stadionatmosphäre: Tausende Fans, Hupen, Österreich- und Regenbogenfahnen, aufgemalte Vollbärte, Plakate mit Botschaften wie „Queen of Love & Tolerance“. Die Menge sang sich in Endlosschleife mit dem Gewinnerlied „Rise Like A Phoenix“ ein.

Um 12.15 Uhr präsentierte sich Wurst perfekt geschminkt und stolz mit der gläsernen Eurovisions-Trophäe in der Hand. Die Polizei musste ihr den Weg durch die jubelnde Menge bahnen. Den Pokal hielt sie fest an ihren Körper gedrückt, ab und zu ein freundliches Lächeln für die Fans, dann war sie entschwunden.

„Danke, mir geht es sehr gut“

Nicht einmal eine Stunde später stellte sich Wurst in einem Hotel am Flughafen einer Hundertschaft an Journalisten. Keine Anspannung war zu spüren. „Danke der Nachfrage, mir geht es sehr gut,“ sagte sie, müde aber glücklich, und erzählte von ihrer Abreise: „Wir haben hysterisch eingepackt, ich hatte ja so um die 100 Kilo Klamotten mit ...“

Dann folgten aber doch Berichte von Stunden der Anspannung. Im Halbfinale sei sie noch sehr nervös gewesen, im Finale habe sie sich aber richtig gut gefühlt – vor allem, als sie beim Voting erstmals kurz die Führung übernahm. „Ich habe gesagt: Wir sind jetzt gerade eine Minute lang auf Platz eins – genießt das, es wird nicht so bleiben.“ Es kam anders. Das Gefühl, dass tatsächlich eine reelle Chance besteht, sei in den beiden Tagen vorm Finale entstanden.

Den Song Contest verteidigte sie vehement: „Das ist nicht nur eine Anhäufung von Pyrotechnik und nackten Beinen. Das sind alles hochkarätige Künstler.“
(Runterscrollen um weiterzulesen)

Bilder vom Empfang in Wien

Austria's Conchita Wurst arrives with her trophy a

Fans take pictures as Austria's Conchita Wurst arr

Fans take pictures as Austria's Conchita Wurst arr

SONG CONTEST 2014: CONCHITA WURST BEI IHRER ANKUNF

Austria's Conchita Wurst addresses a news conferen

Austria's Conchita Wurst smiles as she addresses a

Austria's Conchita Wurst addresses a news conferen

Austria's Conchita Wurst smiles as she addresses a

Austria's Conchita Wurst poses with her trophy aft

Austria's Conchita Wurst poses with her trophy and

Austria's Conchita Wurst poses with her trophy bef

Politische Dimension

Dass ihr Auftreten und ihr Sieg auch politische Dimensionen haben könnte, hofft die Drag Queen und schärfte ihr erstes Sieger-Statement aus Kopenhagen nach: „Es war nicht nur ein Sieg für mich, sondern ein Sieg für die Menschen, die an eine Zukunft glauben, die ohne Ausgrenzung und Diskriminierung funktionieren kann.“ Ob damit auch Russlands Präsident Wladimir Putin gemeint sei? „Ja, unter anderem.“

Dennoch seien verschiedene Geisteshaltungen nicht an Ländergrenzen festzumachen. Wurst: „Es gibt auch in Russland Ecken, in denen ich sehr willkommen bin.“ Schließlich erhielt sie aus dem Land, in dem ihr Auftritt im Vorfeld kritisiert wurde, sogar fünf Wertungspunkte.

Conchita sorgte allerdings auch nach ihrem Sieg in Russland für heftige Reaktionen. Das Ergebnis zeige „Anhängern einer europäischen Integration, was sie erwartet – ein Mädchen mit Bart“, schrieb etwa Vizeregierungschef Dmitri Rogosin auf Twitter. Der nationalistische Abgeordnete Wladimir Schirinowski sagte Europa in "grenzenloser Empörung" gar den Untergang voraus (mehr Reaktionen aus Russland siehe unten).

Mit negativen Kommentaren dieser Art setzt sich die Gewinnerin nicht auseinander. „Das ist für mich jetzt genauso belanglos, wie es vorher war.“ Angesichts des Muttertags hatte sie auch einen Tipp für Eltern parat, „wie sie das ihren Kindern erklären sollen. Es ist sehr einfach: ,Weißt du, mein Schatz, es gibt Menschen, die sind einfach ein bisschen bunter als andere, und das ist ein junger Mann, der gerne Frauenklamotten trägt und der dafür nicht ausgelacht werden möchte.’“

Stolz zeigte sich beim Pressegespräch ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz, dass Conchita Wurst nicht nur zur „Queen of Austria“, sondern zur „Queen of Europe“ gekrönt worden sei. Die Austragung des 60. Song Contests sei „eine Chance für ganz Österreich“. ORF-Fernsehdirektorin Kathrin Zechner versprach per Aussendung eine „fulminante Show aus Österreich“. Das Land sei „stark und flexibel genug dieses Pop-Friedensprojekt auszurichten“.

Auf die Frage, wo man die aufwendige Show veranstalten könne, scherzte Conchita Wurst: Ihr Heimatort Bad Mitterndorf würde ihr gefallen, „ich räume schon mal meine Garage aus.“ Jedenfalls werde sie im kommenden Jahr entspannter auf der Bühne stehen. Als mögliche Gastgeberin hatte sie sich noch in der Siegesnacht ins Spiel gebracht. Und wie die nähere Zukunft aussieht? „Heute abschminken und schlafen, und morgen – was ist morgen für ein Tag?“

(Peter Temel)

Conchita Wursts Bart zum Downloaden, Ausschneiden und Selbertragen

Riesenrummel bei der Ankunft

Neues Österreich-Bild dank Conchita Wurst

An den Wertungen beim Song Contest konnte man oft die Stimmungslage in Europa ablesen: Welche Länder gerade en vogue waren; und welche imagemäßig „unten durch“.

Österreich zählte meist zur zweiten Kategorie. Das hatte sicher mit der Geschichte des Landes zu tun und der lange Zeit nicht existenten Bereitschaft zu deren Aufarbeitung. Später dann mit Jörg Haider. Vielleicht sogar mit Fritzls Keller-Irrsinn. Als cooles, weltoffenes Land galt Österreich nicht. Wenn man so will, war der Song Contest die televisionäre Variante der EU-Sanktionen. Im Geiste der „Mir san mir“-Mentalität nahm man ihn daher nicht mehr ernst und schickte Clowns dorthin.

Conchita Wurst ist es nun zu verdanken, dass Österreich in Europa – wenn auch vermutlich nur für wenige Tage – als tolerantes Land da steht. Ein Mann mit Bart, der sich als Frau verkleidet, eine Travestie-Nummer konsequent durchzieht, steht für liberales Denken, für Respekt gegenüber Menschen mit anderen Lebensformen. Dass es in Österreich diesbezüglich keinen breiten Konsens gibt, dass Conchita ein ideologischer Ausreißer ist, musste man in Kopenhagen ja nicht allzu laut sagen.

Ihr Lied war exzellent gewählt, ihre Performance professionell, ihr Erscheinungsbild sympathisch. Dennoch ist der Sieg Österreich passiert. Die Wahl von Conchita ist auch eine gegen Homophobie. Gegen ebensolche Tendenzen in Putins Russland. Vielleicht sogar gegen die Vorgänge in der Ukraine. Mit Österreichs Musikschaffen hat Conchita so viel zu tun, wie Udo Jürgens mit dem Polit-Sumpf in Kärnten. Aber sie ist ein Plädoyer für Liebe, Frieden, Offenheit. Dafür bekam Österreich sogar von Israel zwölf Punkte, was eine Weltsensation ist.

Es gibt keinen Grund, sie zu heroisieren. Aber viele Gründe, dort weiterzumachen, wo sie angefangen hat.

Die Sensation – die sich in den vergangenen Tagen schon angekündigt hatte – war in der Nacht auf Sonntag kurz nach Mitternacht perfekt. Österreich, besser gesagt: der ORF gewann den 59. Eurovisions Song Contest. Conchita Wurst siegte mit „Rise Like A Phoenix“. Sie kam auf 290 Punkte (13 Mal die Höchstpunkteanzahl von zwölf!) und verwies die Niederlande und Schweden auf die Plätze. Das ist erst der zweite Sieg für Österreich seit Udo Jürgens 1966 mit „Merci Cherie“.

Erster Kommentar von Wurst: Sie widmete den Sieg „everybody who believes in a future of peace and freedom. We are a unity and we are unstoppable“ (für alle, die an eine Zukunft in Frieden und Freiheit glauben. Wir sind eine Gemeinschaft und nicht aufzuhalten).

Schon seit Tagen hatte sich das Gefühl verbreitet: Da geht etwas. Ständig war Conchita Wursts Beitrag in der Einschätzung der Wettbüros nach oben gewandert.

Entscheidend aber war: Conchita Wurst war DAS Gesprächsthema. Ein als Frau verkleideter Mann mit Bart, das stellte sozusagen die Toleranzfähigkeit des europäischen Publikums auf die Probe. Wobei die überwältigende Mehrheit befand: Was ist da schon dabei?

Dass ausRusslandund anderen Ländern Osteuropas (sowie in Österreich von politisch rechter Seite und vom Kabarettisten und Ex-Contest-Starter Alf Poier) moralisch begründete Kritik am Travestie-Spiel von Wurst geäußert wurde, brachte ihr eher zusätzlichen Rückenwind. In den sozialen Forengehörte es auch für Prominente zum guten Ton, sich pro Wurst zu äußern.

Zumal Conchita Wurst – respektive ihr Darsteller, der ehemalige „Starmania“-Zweitplatzierte Tom Neuwirth – über eine schöne Stimme und ein gut ins Ohr gehendes Lied verfügt. „Rise Like A Phoenix“ klingt wie der Soundtrack-Hit für einen nie gedrehten James-Bond-Film. In der Tat hört es sich an wie die Antwort auf Adeles Bond-Welthit „Skyfall“: „Skyfall“ beschreibt den Absturz ins Dunkle, Verdrängte – „Rise Like A Phoenix“ die Wiederauferstehung.

Hier gibt es den Liveticker zur Nachlese

Das Finale

"Die Königin Europas" und 47.000 Tweets

CNN lobte Wursts Eintreten gegen Diskriminierung und stellte ihren Sieg ausdrücklich in einen politischen Zusammenhang: „Österreichs Conchita Wurst gewinnt Eurovison während Spannungen zwischen Russland und Ukraine.“

Mehrere englische und irische Zeitungen lobten Wursts Performance und betonten ihre gesellschaftspolitische Relevanz. Sogar die amerikanische Branchen-Bibel Variety berichtete lobend.

Spaniens El Pais schrieb von einem „begrüßenswerten Erfolg“, ABC von einer „Botschaft der Toleranz“. Und der Schweizer Blick formulierte: „Europa ist Wurst.“

Besonders nordeuropäische Medien, tradidtionell stark am Sangeswettstreit interessiert, schreiben euphorisch über die Teilnehmerin aus Österreich:

"Österreich lieferte einen Höhepunkt 'second to none'. Wer kann Tränen, Diva-Kleidern und einem Bart widerstehen - und Wursts Botschaft, dass der Sieg allen gehört, die sich 'Frieden und Freiheit' wünschen?"
Berlingske Tidende (Kopenhagen)

"Sie ist nicht mehr eine bärtige Frau, sie wurde zur Königin Europas erhoben. Schön, dass auch die Finnen Österreich die meisten Punkte gaben."
Ilta-Sanomat (Helsinki)

"Eine Ohrfeige für alle Homophoben in Europa".
Aftenposten (Oslo)

"Die Wurst war nicht zu stoppen. (...) 'Rise like a Phoenix' stieg auf und brachte Österreich wieder auf die Songcontest-Landkarte zurück."
Sydsvenskan (Malmö)

"Was für ein Liebes-Schock! Conchita Wurst aus Österreich gewann über ganz Europa mit ihrer mächtigen Ballade."
Göteborgs-Posten (Göteborg)

"Schon im Semifinale war die Publikumsunterstützung für Conchita Wurst beispiellos. Am Samstag fegte sie dann alle mit sich. (...) Ich glaube, ich habe noch nie einen vergleichbaren Applaus in der Geschichte des Songcontests gehört."
Svenska Dagbladet (Stockholm)

Strache gratulierte doch noch

Conchita Wursts Sieg beim 59. Eurovision Song Contest wird nicht zuletzt auch von der Mehrheit der österreichischen Politiker als Zeichen für Toleranz und Respekt gewertet - vom Bundespräsident abwärts. Einzig die FPÖ ließ sich zunächst nicht zu einer Gratulation an die Gewinnerin hinreißen.

So zeigte sich Bundespräsident Heinz Fischer in einem Statement gegenüber der APA erfreut über den Triumph, der weit über einen Festivalgewinn hinausgehe: "Ich gratuliere Conchita Wurst zum Sieg beim ESC. Das ist nicht nur ein Sieg für Österreich, sondern vor allem für Vielfalt und Toleranz in Europa. Dass sie ihren Sieg all jenen widmete, die an eine Zukunft in Frieden und Freiheit glauben, macht ihn doppelt wertvoll. Ein schöner Tag für Österreich!"

Auch Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) gratulierte der erfolgreichen Dragqueen: "Conchita Wurst hat mit großer Stimme und beeindruckender Performance die Zuseherinnen und Zuseher überzeugt." Es sei höchst erfreulich und ein großes Signal, dass sich die musikalische Leistung gegen Vorurteile und Intoleranz durchgesetzt habe.

Vizekanzler Michael Spindelegger (ÖVP) sprach in einer Aussendung von einer großen Ehre und Auszeichnung für Österreich. "Österreich ist stolz und freut sich mit Thomas Neuwirth über die große europäische Anerkennung", meinte der Finanzminister. "Ich freue mich auf den Song Contest 2015 in Österreich", hatte Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ) schon kurz nach der Show verlauten lassen: "Der erste Platz für Österreich beim Eurovision Song Contest ist der große Sieg von Conchita Wurst, aber auch ein Sieg Europas in Toleranz und Respekt."

Für die Grünen meldete sich Parteichefin Eva Glawischnig zu Wort: "Ich gratuliere Conchita zur hervorragenden musikalischen Leistung und Performance und zum Mut, einen anderen Lebensentwurf gewählt zu haben, allen Anfeindungen zum Trotz." Österreich sei eben Heimat großer Söhne und Töchter, paraphrasierte sie die Bundeshymne.

Auch BZÖ-Chef Gerald Grosz zeigte sich von Wursts Erfolg gerührt: "Tom Neuwirth hat mit seiner Kunstfigur nicht nur ein starkes Zeichen der Toleranz gesetzt, sondern auch Österreich einen längst vergessenen Stellenwert beim Eurovision Song Contest beschert." Die Konklusio ist klar: "Besser kann man Österreich nicht vertreten."

Von der FPÖ indes gelangte zunächst kein Gratulationsschreiben ein. FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache hatte sich im Vorfeld kritisch geäußert, FPÖ-EU-Spitzenkandidat Harald Vilimsky ließ sich in der ORF-"Pressestunde" auch nicht zu Begeisterungsstürmen hinreißen. "Aus meiner Sicht ist das in Ordnung, wenn da jemand gewinnt und sich die Leute freuen", war noch die positivste Reaktion. Einmal mehr kritisierte er am Sonntag, dass der ORF die Österreich-Vertreterin ohne Voting "bestimmt" und damit "das Publikum ausgeblendet" habe. Er persönlich sei eher Fan von Udo Jürgens, weil der deutsch singe. Dass die meisten Song Contest-Teilnehmer heutzutage englisch sängen, sei "so uniform".

Nach Spott im Vorfeld hat FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache der Song Contest-Siegerin am Sonntagnachmittag dann doch noch gratuliert, musste aber ein wenig am Wording feilen. Seine ursprüngliche Formulierung im Facebook-Post ("Ich stehe nicht an, zu gratulieren") war nämlich von vielen Followern und Usern als das Gegenteil verstanden worden, weswegen es heftige Kommentar-Schelte setzte. Die vermeintlich negative Stellungnahme brachte ihm bei einigen Anhängern zwar Wohlwollen ein, andere allerdings gaben sich regelrecht "enttäuscht". Strache vermutete dann seinerseits, dass manche wohl "nicht sinnerfassend lesen" könnte - und überarbeitete seinen Eintrag: "Ich gratuliere" hieß es somit unzweideutig. Die Einleitung blieb gleich, nämlich ein Verweis auf die "Unterschiedlichkeit von Auffassungen, die Menschen im Hinblick auf 'Kunstfiguren' wie Conchita Wurst durchaus berechtigt haben können".

Die Politik schäumt. Netrebko gratuliert

Der Sieg von Conchita Wurst sorgte insbesondere auch in Russland für heftige Reaktionen. Das Ergebnis zeige "Anhängern einer europäischen Integration, was sie dabei erwartet - ein Mädchen mit Bart", schrieb Vizeregierungschef Dmitri Rogosin am Sonntag im Kurznachrichtendienst Twitter. Der nationalistische Abgeordnete Wladimir Schirinowski sagte Europa gar den Untergang voraus. "Unsere Empörung ist grenzenlos, das ist das Ende Europas", sagte Schirinowski, der in Staatsduma als Fraktionsvorsitzender seiner Liberaldemokatrischen Partei Russlands (LDPR) amtiert, im russischen Fernsehen Rossija.

"Da unten gibt es keine Frauen und Männer mehr, sondern stattdessen ein Es", ergänzte der Politiker und fügte hinzu: "Vor fünfzig Jahren (sic!) hat die Sowjetarmee Österreich besetzt und wir waren bis 1955 dort. Es war aber ein Fehler, dem Land die Freiheit zu geben. Wir (unsere Truppen, Anm.) hätten dort bleiben sollen." Er bezog sich auf die Besatzungszeit in Österreichs Osten nach dem Zweiten Weltkrieg.

Gleichzeitig, so zeigte sich in sozialen Netzwerken, wurde der Sieg des Österreichers auch propagandistisch gegen die Ukraine instrumentalisiert. Nachdem bereits kurz nach Wursts Sieg ein scherzhaftes Sujet aufgetaucht war, die Julia Timoschenko mit Bart gezeigt hatte, verbreiteten russische Dumaabgeordnete am Sonntag eine Fotomonage, das führende ukrainische Politiker, darunter auch Timoschenko, gemeinsam Conchita Wurst zeigte. Ukrainisch mit "Wir sind eine europäische Familie" untertitelt sollte das Bild jenen Sittenverfall illustrieren, der Europa nach Sicht russischer Politiker angeblich erfasst haben soll.

Ebenso im russischen Fernsehsender Rossija hatte der Sänger Danko im Zusammenhang mit dem Sieg Wursts von der "schlimmsten Niederlage der Europäischen Union" gesprochen und davon, dass man nun Europas "wahres Gesicht" gesehen hätte. Der Fernsehmoderator sekundierte: "Das ist ein Requiem auf Europa, das ist das Begräbnis traditioneller Werte." Insgesamt 290 Punkte erhielt Conchita Wurst aus 32 der 37 teilnehmenden Staaten, auch aus Russland kamen fünf Punkte für sie. Russland selbst landete nach den Niederlanden, Schweden, Armenien, Ungarn und der Ukraine auf Platz sieben.

Anna Netrebko: "Brava Conchita!"

Die Opernsängerin Anna Netrebko freut sich hingegen mit Conchita Wurst über den Sieg beim Eurovision Song Contest. "Brava Conchita!!!" schrieb die Sopranistin am heutigen Sonntag auf ihrer Facebook-Seite. Sie veröffentlichte dazu ein Foto von der sichtlich gerührten Sängerin beim Siegerinterview in Kopenhagen. Der Eintrag der russischstämmigen Österreicherin stand am Sonntagabend bereits bei 6.000 Likes und fast 700 Kommentaren. Darunter befanden sich auch zahlreiche abfällige Äußerungen an die Adresse der bärtigen Diva. "Anna, freust Du Dich wirklich? Wozu diese Farce?", hieß es in einem in kyrillischer Schrift verfassten Eintrag. Ein anderer Facebook-Nutzer zeigte sich erfreut, dass es "so aufgeschlossene und liebende Individuen wie Dich gibt. Anna, Du bewirkst etwas! Brava! Ich hoffe, dass Putin Dir folgt!"

Auch der russische "Pop-Papst" Filipp Kirkorow warb um Respekt für Wurst. "Ob er einen Bart hat oder keinen Bart, ob er Mann ist oder Frau - das ist unwichtig, es ist ein Wettbewerb", sagte Kirkorow am Sonntag im Staatsfernsehen. Wursts Siegerlied sei sehr schön.

Der 47-Jährige hat den russischen Beitrag für den Eurovision Song Contest (ESC) mitgeschrieben. Die Teilnahme von Conchita Wurst hatte in Russland hitzige Debatten ausgelöst. Konservative Politiker und Kirchenkreise hatten kritisiert, eine Übertragung des ESC mit dem Transvestiten bedeute "eine eindeutige Propaganda für Homosexualität und geistliche Verderbnis". In Russland ist es gesetzlich untersagt, positiv vor Minderjährigen über "nicht-traditionelle sexuelle Orientierung" zu sprechen. Kirkorow hatte das Verbot öffentlich kritisiert.

Mit dem ESC-Ergebnis der 17-jährigen russischen Zwillinge Tolmatschjowa zeigte sich Kirkorow zufrieden. "Sieben ist ein guter Platz", sagte der ESC-Teilnehmer von 1995. "Sie haben alles gegeben. Es war schwer. Aber sie haben ausgeharrt, sie haben ihr Lied mit Würde gesungen und ihr Land ehrenhaft repräsentiert."

1,5 Millionen Seher bei Entscheidung

Conchita Wursts Favoritenrolle und letztendlich Sieg beim Eurovision Song Contest 2014 haben dem ORF eine Rekordquote beschert. Im Schnitt 1,474 Millionen Zuschauer waren kurz nach Mitternacht dabei, als die entscheidenden Stimmen beim Musikwettbewerb ausgeteilt wurden, in Spitzen waren es 1,544 Millionen. Der Marktanteil in der Zielgruppe ab zwölf Jahren lag laut ORF-Aussendung bei 73 Prozent.

Die Übertragung des Wettbewerbs selbst hatte am Samstagabend laut den TV-Daten der Arbeitsgemeinschaft Teletest 1,247 Millionen (Teil eins) bzw. 1,364 Millionen Seher. Vergleichbare Marktanteile kann der ORF üblicherweise allenfalls mit Publikumsrennern aus dem Bereich Wintersport (Olympia, Kitzbühel) oder an wichtigen Wahlabenden erzielen. Für die späte Stunde ist die Reichweite (also die absoluten Seherzahlen) jedenfalls rekordverdächtig. 2011, als Österreich zuletzt (mit Nadine Beiler) im Finale vertreten war, hatten durchschnittlich 1,058 Millionen zugesehen (49 Prozent Marktanteil).

9 Millionen Zuseher in Deutschland

Im Nachbarland Deutschland sahen die dreieinhalbstündige Show aus Kopenhagen im Durchschnitt 8,96 Mio. Menschen. Der Marktanteil lag bei bemerkenswerten 34,7 Prozent, höher als üblich. Der auch in Deutschland spürbare Hype um Conchita Wurst scheint ein Grund für das größere Interesse zu sein. Der Blick zurück zeigt, dass seit 2007 nur die beiden ESC-Shows mit Lena Meyer-Landrut bessere Zahlen verzeichneten.

Wir sind nicht zu stoppen

Österreichs durchwachsene Song Contest-Bilanz

Die Beziehung zwischen Österreich und dem Song Contest war lange Zeit keine geglückte Liebesgeschichte. Die erste Teilnahme am „2. Grand Prix Eurovision de la Chanson“ 1957 brachte gleich einmal einen letzten Platz für Bob Martin mit „Wohin, kleines Pony?“.

Mit dem kleinen Österreich ging es durchwachsen weiter – bis Udo Jürgens vom ORF zum Sangeswettstreit geschickt wurde. Drei Mal in Folge trat Jürgens ab 1964 an, wurde Sechster, Vierter und 1966 schließlich Sieger mit „Merci, Chérie“. Der später in Deutschland so populäre Entertainer musste dabei ohne Punkte aus dem Nachbarland auskommen.

1967 fand der Contest zum bisher einzigen Mal in Wien statt. In der Hofburg gewann Großbritannien. Österreich war danach wieder eher am Ende des Klassements zu finden, auch mit Karel Gott.

In den bunten Siebzigern ragten Waterloo & Robinson und die Milestones mit fünften Plätzen heraus. Die Achtziger brachten Ergebnisse im Mittelfeld, aber auch zwei letzte Plätze (Anita und Wilfried). Und dann kam Thomas Forstner: Der Deutsch-Wagramer schaffte mit dem Bohlen-Song „Nur ein Lied“ 1989 den Sprung auf Platz fünf. Bei seinem zweiten Antreten 1991 wiederholte er das Kunststück von Wilfried, punktelos Letzter zu werden.

In den Neunzigern setzte man sich (u.a. mit Tony Wegas) wieder im Mittelfeld fest. Die Nullerjahre des Eurovision Song Contest, wie er nun hieß, brachten neben Verflachung auch viele Blödelbeiträge. 2003 sprang Österreich auf diesen Zug auf und erreichte mit Alf Poier („Weil der Mensch zählt“) Platz 6.

Mit der Einführung einer Qualifikationsrunde im Jahr 2004 wurde es für Österreich immer schwerer, sich fürs Finale zu qualifizieren. Von 2008 bis 2010 nahm der ORF erst gar nicht Teil. 2011 kehrte man mit Nadine Beiler zurück, erreichte im Finale Platz 18, aber immerhin gab es erstmals „douze points“ aus Deutschland.

Conchita Wurst beim finalen Auftritt

Vom Casting-Teilnehmer zur Song-Contest-Hoffung

Zwei KURIER-Opernkritiker über Conchita Wurst

Der Endstand inklusive der Punkte

1. Österreich: 290 Punkte

2. Niederlande: 238

3. Schweden: 218

4. Armenien: 174

5. Ungarn: 143

6. Ukraine: 113

7. Russland: 89

8. Norwegen: 88

9. Dänemark: 74

10. Spanien: 74

11. Finnland: 72

12. Rumänien: 72

13. Schweiz: 64

14. Polen: 62

15. Island: 58

16 Weissrussland: 43

17. Großbritanien: 40

18. Deutschland: 39

19. Montenegro: 37

20. Griechenland: 35

21. Italien: 33

22. Aderbaidschan: 33

23. Malta: 32

24. San Marino: 14

25. Slowenien: 9

26. Frankreich: 2

Wer Conchita belohnt hat

Land

Punkte

Belgien

12 Punkte

Finnland

12 Punkte

Griechenland

12 Punkte

Großbritannien

12 Punkte

Irland

12 Punkte

Israel

12 Punkte

Italien

12 Punkte

Niederlande

12 Punkte

Portugal

12 Punkte

Schweden

12 Punkte

Schweiz

12 Punkte

Slowenien

12 Punkte

Spanien

12 Punkte

Frankreich

10 Punkte

Georgien

10 Punkte

Island

10 Punkte

Litauen

10 Punkte

Malta

10 Punkte

Norwegen

10 Punkte

Ungarn

10 Punkte

Dänemark

8 Punkte

Rumänien

8 Punkte

Ukraine

8 Punkte

Deutschland

7 Punkte

Moldawien

7 Punkte

Lettland

6 Punkte

Albanien

5 Punkte

Russland

5 Punkte

Estland

4 Punkte

Mazedonien

3 Punkte

Montenegro

2 Punkte

Aserbaidschan

1 Punkt

So hat Österreich gewählt

 12 Punkte Armenien 10 Punkte Niederlande 8 Punkte Rumänien 7 Punkte Ungarn 6 Punkte Schweden 5 Punkte Ukraine 4 Punkte Finnland 3 Punkte Schweiz 2 Punkte Island 1 Punkt Norwegen

Die Gewinner seit 1956

Eines ist fix: Irland bleibt auch nach Kopenhagen das bis dato erfolgreichste Song-Contest-Land: Der Inselstaat führt auf der Allzeitbestenliste der Gewinner seit 1956 uneinholbar mit 7 Siegen. Österreich näherte sich mit dem Sieg von Conchita Wurst und damit insgesamt 2 Triumphen langsam an.

In der Liste auf Irland folgen allerdings Schweden, Frankreich, Großbritannien und Luxemburg, die auf je 5 Siege zurückblicken. Auf der ewigen Bestenliste folgen die Niederlande (4 Siege); Dänemark, Israel und Norwegen (je 3); Deutschland, Italien, nun Österreich, die Schweiz und Spanien (je 2) sowie Aserbaidschan, Belgien, Estland, Finnland, Griechenland, Jugoslawien, Lettland, Monaco, Russland, Serbien, die Türkei und die Ukraine (je 1).

Jahr

Land

Interpret

Titel

1956

Schweiz

Lys Assia

"Refrain"

1957

Niederlande

Corry Brokken

"Net Als Toen"

1958

Frankreich

Andre Claveau

"Dors, Mon Amour"

1959

Niederlande

Teddy Scholten

"Een Beetje"

1960

Frankreich

Jacqueline Boyer

"Tom Pillibi"

1961

Luxemburg

Jean-Claude Pascal

"Nous Les Amoureux"

1962

Frankreich

Isabelle Aubret

"Un Premier Amour"

1963

Dänemark

Grethe og J. Ingmann

"Dansevise"

1964

Italien

Gigliola Cinquetti

"Non Ho l'Eta"

1965

Luxemburg

France Gall

"Poupee De Cire, Poupee De Son"

1966

Österreich

Udo Jürgens

"Merci Cherie"

1967

Großbritannien

Sandie Shaw

"Puppet On A String"

1968

Spanien

Massiel

"La La La"

1969 (vier punktegleiche Sieger)

Großbritannien

Lulu

"Boom Bang A Bang"

Niederlande

Lenny Kuhr

"De Troubadour"

Frankreich

Frida Boccara

"Un Jour, Un Enfant"

Spanien

Salome

"Vivo Cantando"

1970

Irland

Dana

"AllKinds Of Everything"

1971

Monaco

Severine

"Un Banc, Un Arbre, Une Rue"

1972

Luxemburg

Vicky Leandros

"Apres Toi"

1973

Luxemburg

Anne-Marie David

"Tu Te Reconnaitras"

1974

Schweden

ABBA

"Waterloo"

1975

Niederlande

Teach-In

"Ding-A-Dong"

1976

Großbritannien

Brotherhood of Man

"Save Your Kisses For Me"

1977

Frankreich

Marie Myriam

"L'Oiseau Et l'Enfant"

1978

Israel

Izhar Cohen and The Alphabeta

"A-ba-ni-bi"

1979

Israel

Gali Atari and Milk and Honey

"Hallelujah"

1980

Irland

Johnny Logan

"What's Another Year"

1981

Großbritannien

Bucks Fizz

"Making Your Mind Up"

1982

Deutschland

Nicole

"Ein bißchen Frieden"

1983

Luxemburg

Corinne Hermes

"Si La Vie Est Cadeau"

1984

Schweden

Herreys

"Diggi-loo Diggi-ley"

1985

Norwegen

Bobbysocks

"La Det Swinge"

1986

Belgien

Sandra Kim

"J'aime La Vie"

1987

Irland

Johnny Logan

"Hold Me Now"

1988

Schweiz

Celine Dion

"Ne Partez Pas Sans Moi"

1989

Jugoslawien

Riva

"Rock Me"

1990

Italien

Toto Cutugno

"Insieme: 1992"

1991

Schweden

Carola

"Fangad Av En Stormvind"

1992

Irland

Linda Martin

"Why Me?"

1993

Irland

Niamh Kavanagh

"In Your Eyes"

1994

Irland

Paul Harrington & Charlie McGettigan

"Rock'n'Roll Kids"

1995

Norwegen

Secret Garden

"Nocturne"

1996

Irland

Eimear Quinn

"The Voice"

1997

Großbritannien

Katrina & the Waves

"Love Shine A Light"

1998

Israel

Dana International

"Diva"

1999

Schweden

Charlotte Nilsson

"Take Me To Your Heaven"

2000

Dänemark

Olsen Brothers

"Fly On The Wings Of Love"

2001

Estland

Tanel Padar & Dave Benton

"Everybody"

2002

Lettland

Marie N

"I Wanna"

2003

Türkei

Sertab Erener

"Everyway That I Can"

2004

Ukraine

Ruslana

"Wild Dances"

2005

Griechenland

Helena Paparizou

"My Number One"

2006

Finnland

Lordi

"Hard Rock Hallelujah"

2007

Serbien

Marija Serifovic

"Molitva"

2008

Russland

Dima Bilan

"Believe"

2009

Norwegen

Alexander Rybak

"Fairytale"

2010

Deutschland

Lena

"Satellite"

2011

Aserbaidschan

Ell & Nicki

"Running Scared"

2012

Schweden

Loreen

"Euphoria"

2013

Dänemark

Emmelie de Forest

"Only Teardrops"

2014

Österreich

Conchita Wurst

"Rise Like A Phoenix"

Billig wird es nicht

Nach dem Feiern kommt das Arbeiten, respektive das Zahlen: Der fulminante Triumph von Conchita Wurst beim Eurovision Song Contest 2014 bedeutet, dass das größte Musikevent der Welt kommendes Jahr in Österreich ausgerichtet wird. Für die Show mit 120 Millionen Fernsehzuschauern reisen allein jährlich an die 2.000 Journalisten an. Damit stehen große Planungen und durchaus auch große Kosten ins Haus.

In Summe werden die Aufwendungen für einen ESC meist mit rund 25 Mio. Euro kalkuliert, wobei hier nicht alles allein vom heimischen Fernsehsender zu tragen ist und die Umwegrentabilität nicht außer Acht gelassen werden darf. Die Kosten für den Ausrichter ARD lagen etwa in Düsseldorf 2011 bei rund 12 Mio. Euro. Das norwegische Fernsehen musste 2010 etwa 16,25 Mio. Euro ausgegeben. Moskau im Jahr davor lag nochmals deutlich höher.

Weniger transparent waren die öffentlichen Ausgaben, als die autoritär regierte Kaukasusrepublik Aserbaidschan 2012 den Megaevent dazu nutzte, gleich eine gigantische Veranstaltungshalle, die Baku Crystal Hall, am Ufer des Kaspischen Meers aus dem Boden zu stampfen, die dem Vernehmen nach mehr als 100 Mio. Euro gekostet haben soll. Offiziell machte die Ex-Sowjetrepublik keine Angaben, jedoch wurden die Gesamtkosten für die ESC-Vorbereitung - einschließlich des Baus neuer Straßen und einer Uferpromenade zur Crystal Hall - vom East-West Research Centre in Baku damals auf eine halbe Milliarde Euro geschätzt.

Kleiner

Kleiner dimensioniert war dann Malmö im Vorjahr, wo die Halle mit 12.000 Zuschauern deutlich weniger Menschen als etwa die Düsseldorf Arena mit 36.000 Gästen fasst. Das Budget lag damals bei rund 18 Mio. Euro. Und heuer in Kopenhagen muss das Danmarks Radio (DR) mindestens 25 Mio. Euro zahlen - wenn nicht mehr. Denn der Umbau des Veranstaltungsorts B&W-Hallen mit etwa 11.000 Zuschauern verschlang nach Medienberichten 3 Mio. Euro mehr als veranschlagt. Für die Finanzierung des Hallenumbaus ist jedoch eine Projektgesellschaft zuständig, die unter anderem von der Stadt unterhalten wird.

Nicht zwangsläufig in Wien

Die Entscheidung, wo Österreich genau das Event veranstalten wird, dürfte allerdings noch eine Weile auf sich warten lassen. Düsseldorf erhielt etwa erst Anfang Oktober 2010 den Zuschlag für die Ausrichtung der Veranstaltung im Mai 2011, für die sich auch Berlin, Hamburg und Hannover beworben hatten.

So wäre auch nicht zwangsläufig klar, dass Wien den Musikzirkus beheimaten wird. Der ESC gastiert sogar gerne außerhalb der großen Metropolen: So finden sich weniger glamouröse Austragungsorte wie Harrogate, Brighton oder im Vorjahr Malmö auf der Liste. Allerdings muss man zugestehen, dass die Hauptstädte bei den Austragungsorten klar in Führung liegen - mit derzeit 37:22.

Und auch wenn sich Österreich die Gelegenheit, sich vor weit über 100 Millionen Menschen zu präsentieren, wohl nicht entgehen lassen wird, könnte man die Ausrichtung des Wettbewerbs theoretisch auch abgeben, was in der Vergangenheit bereits geschehen ist. So haben Länder meist wegen der hohen Kosten auf die Ehre verzichtet. Die Niederlande (1960), Frankreich (1963), Monaco (1972) und Luxemburg (1974) ließen Großbritannien ran; Israel überließ 1980 den Niederlanden den ESC.

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