Und dann kam die Wurst. Die Entscheidung, die bärtige Dragqueen ohne Auswahlshow in die Gay-Metropole Kopenhagen zu schicken, erwies sich 2014 als geschickter Schachzug. Dazu kam, dass das Thema Toleranz durch die Debatten um die homophobe Gesetzgebung in Russland gerade hoch im Kurs war.

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London
02/03/2015

60. Song Contest: Kongress und Konzert zum Jubiläum

"Eurovision's Greatest Hits" mit Conchita Wurst kommt am 31. März.

Die European Broadcasting Union (EBU) feiert das 60-Jahr-Jubiläum des Eurovision Song Contest auch schon vor dem eigentlichen Event, das im Mai in Wien über die Bühne gehen wird. So ist in London Ende März die große Jubiläumsshow "Eurovision's Greatest Hits" angesetzt, der Ende April ein Fachkongress zum Thema des ESC in der Geschichte folgen soll - beide Male mit Conchita Wurst als Gaststar.

Gleichsam das Präludium zu den Jubiläumsfeierlichkeiten wird am 31. März die Show "Eurovision's Greatest Hits" von der BBC in London ausgerichtet wird. Im Hammersmith Apollo sollen die besten Nummern der Song-Contest-Geschichte und zahlreiche Überraschungsgäste auf der Bühne erscheinen.

Wurst als Fixstarter

Einer der wenigen jetzt schon veröffentlichten Fixstarter ist Conchita Wurst - neben der schwedischen Gewinnergruppe Herreys, die 1984 mit "Diggi-Loo Diggi-Ley" den Song Contest für sich entschieden. Moderiert wird das Event vom britischen Starkomiker Graham Norton und Petra Mede, die einst als ESC-Gastgeberin 2013 in Malmö mit Witz bezirzte. Der Vorverkauf für das Event startet am 6. Februar auf www.eurovision.tv. Der ORF wird eine Aufzeichnung des Konzerts nach jetzigem Stand am 22. Mai - also am Tag vor dem Song-Contest-Finale - ausstrahlen.

Konferenz zum Einfluss des Song Contest auf die europäische Öffentlichkeit

Am 24. April wird in der British Academy of Film and Television Arts (BAFTA) ebenfalls in der britischen Hauptstadt dann eine eigene Konferenz zum Thema stattfinden. Dabei möchte die EBU dem Einfluss des Song Contests auf die europäische Öffentlichkeit in den vergangenen sechs Jahrzehnten nachspüren.

Im Fokus soll stehen, wie der ESC für verschiedene Interessensgruppen zur Plattform wurde und wie nationale und europäische Identitäten mittels des Wettbewerbs kreiert wurden. Geladen sind sowohl Wissenschafter als auch Kommentatoren oder einstige Teilnehmer des Events. Als Aushängeschild wird dabei erneut Österreichs ESC-Queen Conchita Wurst fungieren, die ihr Leben seit dem Triumph von Kopenhagen revuepassieren lassen soll.

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