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Klotzen und nicht Kleckern
04/21/2015

60. Song Contest: Die Showbühne steht

Wenn schon, denn schon: Überdimensionales Auge in der Wiener Stadthalle aufgebaut.

Die Bühne steht: In den vergangenen zwei Wochen haben die Arbeiter in der Wiener Stadthalle auf Hochtouren gearbeitet, um die Showbühne für den 60. Eurovision Song Contest aufzustellen. Und das Werk in Form eines überdimensionalen Auges ist fertig. Die Dimensionen sind dabei beachtlich, wie sich bei einer Pressebegehung am Dienstag zeigte. Die Bühne ist 44 Meter breit und 14,3 Meter hoch.

In der Tiefe erstreckt sich die Anlage 22 Meter. Der LED-Boden auf der Bühne hat einen Durchmesser von elf Metern, während die LED-Wand im Hintergrund 26 auf 8,5 Meter umfasst. 1.288 LED-bestückte Säulen bilden das Bühnenauge, das in allen Farben erstrahlen kann und von 1.400 Scheinwerfer beleuchtet wird. Insgesamt werden immerhin gut 10.500 Menschen in der Halle Platz finden.

Klotzen und nicht Kleckern

Bei einem Event wie dem ESC heißt es eben Klotzen und nicht Kleckern. "Den hat man einmal im Land - und dann aber richtig", stellte ORF-Fernsehdirektorin Kathrin Zechner klar: "Dass Conchita das möglich gemacht hat, ist einfach fetzgeil." Und die gewählte Form des Auges sei kein Zufall. "Das ist ein Auge, das schaut auf den Nächsten", erläuterte die Fernsehchefin die Symbolik: "Alle Ethnien und Religionen der Welt schauen wir mit diesem Auge liebevoll an."

Ebenfalls ihr Auge aufs Geschehen werfen werden die internationalen Kommentatoren des Events, für die 58 Kabinen gegenüber der Bühne aufgebaut sind. Davor findet sich der sogenannte Green Room für die Teilnehmer. Diese werden nach ihrem Auftritt durch eine von den Zuschauern gebildete Gasse auf ihr Wartesofa schreiten.

Für die Zuschauer an den Fernsehschirmen hat man 26 Kameras im Einsatz, berichtete Kurt Pongratz als Leiter des Regieteams - von diagonalfahrenden Spidercams über einen von der Decke hängenden Kamerakran, der bis dato noch nicht in Europa eingesetzt wurde. "Wir machen hier das next, next, next Level", unterstrich Pongratz.

Bis das Pressezentrum am 10. Mai eröffnet, werden somit 350 Lkws 3.500 Tonnen Material angeliefert haben. Entsprechend hoch sind die Sicherheitsvorkehrungen, wurde doch jede angelieferte Kiste von Polizei und Sicherheitsfirmen untersucht. Für die eigentlichen Besucher des Events stehen dann 24 Röntgenstraßen bereit.

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