Conchita Wurst flog mit ihrem Phönix ganz locker ins Finale

© APA/EPA/NIKOLAI LINARES

#ESC2014
05/09/2014

Der Phönix fliegt weiter

Conchita Wurst hat das Finale am Samstag erreicht.

von Peter Jarolin

Was bei Buchmachern bereits im Vorfeld klar war, ist jetzt auch amtlich: Ja, Conchita Wurst steht im Finale des 59. Song Contest und wird am Samstag wieder ihren Vogel Phönix aus der Asche steigen lassen. Interessant, auf welchen Platz Österreichs (heftig diskutierter) Beitrag zum diesjährigen Wett-Trällern in Kopenhagen dann wohl aufsteigen oder landen wird.

Gegen das Einerlei

Eines muss man Frau Wurst, alias Tom Neuwirth, jedoch jetzt schon lassen. Die „Dame mit Bart“ präsentierte sich beim zweiten Semifinale in sehr guter Form. Nach anfänglicher Nervosität (vergessen wir zwei, drei falsche Töne) konnte Wurst mit dem an James-Bond-Folklore gemahnenden Song „Rise Like a Phoenix“ durchaus überzeugen. Der Song ist gut, jetzt stimmlich noch weiter hinunter transponiert und hat – im Gegensatz zu vielerlei Einheitsgeschunkel – sogar einen recht hohen Wiedererkennungswert.

Vor allem aber präsentierte sich Wurst sehr selbstbewusst, wurde vom Publikum in Kopenhagen teils auch mit Standing Ovations gefeiert. Damit (und mit dem Voting der Jury wie der Zuschauer) ist die Wurst erstmals seit 2011 (Nadine Beiler) für Österreich in einem Finale des wohl unausrottbaren Song Contests und alles andere als eine armes, heimisches, kleines Würstchen.

Europa eben oder so

Was sonst noch war? Etwa der Beweis, dass ein Soft-Porno nicht zwingend auch eindeutige Bilder braucht. Die Damen aus Polen von Donatan & Cleo bewiesen im mehr oder minder leicht gelüfteten Alpen-Look mit „We are Slavic“, dass Kühe-Melken auch wichtig ist. Dann wäre da noch der gnadenlos-krächzende Schlagzeuger einer georgischen Band, der nicht einmal als aufgedunsener David-Hasselhof-Verschnitt durchging und folgerichtig das Finale (ab 21 Uhr auf ORF 1) im TV genießen darf.
Den ultimativen Showdown am Samstag bestreiten somit: Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien, Dänemark (alle fix qualifiziert) sowie Armenien, Aserbaidschan, Island, Montenegro, die Niederlande, Russland, San Marino (ja, der Ralph Siegel ist mit seiner singenden Muse doch dabei), Schweden, die Ukraine und Ungarn.

Nach dem zweiten Halbfinale neben Österreich dabei: Malta, Norwegen, Finnland, Griechenland, Slowenien, Rumänien, die Schweiz, Weißrussland und (naturgemäß) Polen. Als Letzte in der (zufälligen) Reihenfolge der Finalisten wurde übrigens Conchita Wurst genannt.
Doch was macht Alf Poier, der Wurst medial einige Unfreundlichkeiten ausrichten ließ? Er spielt als Ex-Teilnehmer wohl die beleidigte (Leber-)Wurst.Peter Jarolin

Hier gibt es den Liveticker zur Nachlese

Die Bilder und alle Kandidaten der Show

Gewinnt Conchita das Finale?

Vom Casting-Teilnehmer zur Song-Contest-Hoffung

Alle Gewinner und Aufsteiger des 2. Halbfinales

Die Aufsteiger im 2. Halbfinale des Eurovision Song Contest 2014:

Finnland

Softengine

Something Better

Griechenland

Freaky Fortune feat. Risky Kidd

Rise Up

Malta

Firelight

Coming Home

Norwegen

Carl Espen

Silent Storm

Österreich

Conchita Wurst

Rise Like A Phoenix

Polen

Donatan & Cleo

My Słowianie (We are Slavic)

Rumänien

Paula Seling & Ovi

Miracle

Schweiz

Sebalter

Hunter of Stars

Slowenien

Tinkara Kovac

Round and Round

Weißrussland

Teo

Cheesecake

Ausgeschieden sind im 2. Halbfinale:

Georgien

The Shin & Mariko

Three Minutes to Earth

Irland

Can-Linn feat. Kasey Smith

Heartbeat

Israel

Mei Feingold

Same Heart

Litauen

Vilija Mataciunaite

Attention

Mazedonien

Tijana

To the Sky

Conchita Konkurrenz im Finale

Die Startliste für das Finale des 59. Eurovision Song Contest am Samstagabend in Kopenhagen:

Startplatz

Land

Interpret

Titel

1

Ukraine

Marija Jaremtschuk

Tick-Tock

2

Weißrussland

Teo

Cheesecake

3

Aserbaidschan

Dilara Kazimova

Start A Fire

4

Island

Pollapönk

No Prejudice

5

Norwegen

Carl Espen

Silent Storm

6

Rumänien

Paula Seling & Ovi

Miracle

7

Armenien

Aram Mp3

Not Alone

8

Montenegro

Sergej Cetkovic

Moj Svijet

9

Polen

Donatan & Cleo

My Słowianie (We are Slavic)

10

Griechenland

Freaky Fortune feat. Risky Kidd

Rise Up

11

Österreich

Conchita Wurst

Rise Like A Phoenix

12

Deutschland

Elaiza

Is It Right

13

Schweden

Sanna Nielsen

Undo

14

Frankreich

Twin Twin

Moustache

15

Russland

Tolmatschowa-Schwestern

Shine

16

Italien

Emma

La Mia Citta

17

Slowenien

Tinkara Kovac

Round and Round

18

Finnland

Softengine

Something Better

19

Spanien

Ruth Lorenzo

Dancing In The Rain

20

Schweiz

Sebalter

Hunter of Stars

21

Ungarn

Andras Kallay-Saunders

Running

22

Malta

Firelight

Coming Home

23

Dänemark

Basim

Cliche Love Song

24

Niederlande

The Common Linnets

Calm After The Storm

25

San Marino

Valentina Monetta

Maybe

26

Großbritannien

Molly

Children Of The Universe

The Wiener Takes It all

Österreichs Bilanz beim Song Contest

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