Sommergespräche: 411.000 sahen Strache

Heinz-Christian Strache bei Ingrid Thurnher
Foto: APA/Georg Hochmuth

Die Quoten der ORF-Polit-Interviews schwächeln. Auch das Gespräch mit Heinz-Christian Strache blieb hinter dem Vorjahres-Wert zurück.

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache konnte unter den bisherigen drei ORF-"Sommergesprächen" die besten Zuschauerquoten verbuchen. Im Durchschnitt schalteten 411.000 Zuschauer am Dienstagabend ein, der Marktanteil betrug 19 Prozent, vermeldete der ORF am Mittwoch. Grünen-Bundessprecherin Eva Glawischnig hatte 15 Prozent Marktanteil geschafft (im Schnitt 306.000 Zuseher), BZÖ-Obmann Josef Bucher 13 Prozent (318.000 Zuseher).

Gegenüber dem Vorjahr musste Strache - ebenso wie Glawischnig und Bucher - Zuschauer- und Marktanteilseinbußen hinnehmen. Damals verfolgten 617.000 (26 Prozent nationaler Marktanteil) das Gespräch des FPÖ-Obmanns mit Ingrid Thurnher und DiTech-Gesellschafterin Aleksandra Izdebska.

Spiras Kuppelshow lockte im Vorjahr Seher an

Heinz-Christian Strache bei Ingrid Thurnher Foto: APA/Georg Hochmuth Heinz-Christian Strache bei Ingrid Thurnher

Der Polit-Talk im ORF versucht bisher vergeblich, in die Gänge zu kommen: Bei BZÖ-Obmann Josef Bucher widerstanden nur 318.000 ORF -Seher der zeitgleichen Verlockung durch die Champions League. Bei Grünen-Chefin Eva Glawischnig am Freitag waren es nur noch 306.000, bei einem Marktanteil von 15 Prozent. Im Vorjahr hatte das Sommergespräch mit Glawischnig noch im Schnitt 557.000 Zuschauer.
FPÖ-Bundesparteiobmann Heinz-Christian Strache sollte am Dienstag für höhere Quoten sorgen. "Den Leuten gefällt die Provokation", so Robert Stoppacher, Leiter der TV-Diskussionssendungen im ORF, zum KURIER.

Stoppacher führt die heuer niedrigeren Zuseherquoten vor allem auf die Tatsache zurück, dass - anders als 2010 - vor den "Sommergesprächen" nicht Elizabeth Spiras "Liebesg'schichten und Heiratssachen" läuft. Die Kuppelshow hatte jeweils bis zu einer Million Seher, "bis zu 590.000 von denen sind dann noch bei uns hängen geblieben". Diesmal gäbe es "kein überdurchschnittlich laufendes Vorprogramm". "Ein Fall für Zwei" am Freitag habe etwa 413.000 Seher gehabt: "Da können wir dann nicht 590.000 zu uns mitnehmen".

Am Konzept der Sendung will Stoppacher jedenfalls nichts ändern, "denn das ist gut". Im Übrigen sei es noch zu früh, eine Bilanz zu ziehen: "Wir hoffen, dass wir, wenn's in Richtung Regierung - Spindelegger und Faymann - geht, mehr Leute locken können."

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(KURIER, apa / Susanne Lintl, tem) Erstellt am
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