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Kultur
12/05/2011

"Singin' In The Rain" in den Kammerspielen

Werner Sobotka inszeniert in den Kammerspielen das berühmte Musical "Singin' In The Rain". Echte Regengüsse sind da ab 22. 9. inbegriffen.

von Peter Jarolin

Von Hollywood über das antike Rom bis in den Wiener Gemeindebau - Werner Sobotka kommt künstlerisch viel herum. In den Wiener Kammerspielen setzt er das Musical "Singin' In The Rain" in Szene, an der Volksoper bereitet er sich auf die Inszenierung von Stephen Sondheims "Die spinnen, die Römer" vor. Und im Wiener Rabenhof wird Sobotka die "Staatskünstler" Maurer, Scheuba, Palfrader für den ORF ins Bild setzen.

Zuvor aber wird noch kräftig geflutet. Denn bei Sobotkas Umsetzung von "Singin' In The Rain" wird es recht feucht in der Josefstadt-Dependance in der Wiener Rotenturmstraße.
"Noch stehen die Kammerspiele nicht unter Wasser", lacht der Regisseur. "Aber logistisch war das schon eine große Herausforderung. Wir haben für die Regenszene eine Art Kanal unter die Bühne eingebaut. In der Pause wird das Wasser dann mit 'Wasserstaubsaugern' herausgepumpt."

Wie aber bringt man ein so großes, aufwendiges Musical auf die doch eher kleine Bühne der Kammerspiele? Sobotka lacht: "Leicht ist das nicht, aber ich liebe Herausforderungen. Ich glaube, wir haben eine sehr schöne Version des Stoffes gefunden." Sobotka weiter: "Ich mag es, mit relativ geringen Mitteln etwas auf die Beine zu stellen, in der Hoffnung, dass es funktioniert."

Keine Barrieren

Dass Musical in den Kammerspielen mehr als funktionieren kann, hat Sobotka nach dem "Weißen Rössl" und "Sugar - manche mögen's heiß" auch bei "Cabaret" bewiesen. Der Lohn ist auch eine Nestroy-Nominierung für Ruth Brauer-Kvam. Sobotka: "Ich freue mich wahnsinnig für Ruth und für das Musical generell. Dieses Genre wird bei uns ja immer noch ein bisschen schief angesehen. Dabei ist das größte Kunst. Vielleicht kann diese Nominierung dazu beitragen, diese Barrieren in den Köpfen der Menschen zu überwinden. In den USA ist es etwa ganz selbstverständlich, dass die größten Schauspieler auch Musical machen. Und sie machen es gern. Da haben wir noch einigen Nachholbedarf."

Volle Kontrolle

Seine Funktion als Regisseur beschreibt Sobotka so: "Ich liebe es, Regie zu führen, den Blick auf das Ganze zu haben. Als Regisseur muss man alles unter Kontrolle haben und für alles die Verantwortung tragen. Das ist sehr spannend."

Gespannt darf man auch auf die nächsten Projekte des Multitalents sein. "Wir sind schon ganz intensiv mit 'Die spinnen, die Römer' beschäftigt. Das wird immerhin mein Debüt an der Volksoper. Nächstes Jahr mache ich dann eine Produktion für die Vereinigten Bühnen Wien. Und Josefstadt-Direktor Herbert Föttinger hat mich auch wieder vertrauensvoll angefragt."
Dazwischen aber gilt es, "Wir Staatskünstler" umzusetzen. Sobotka: "Mal schauen, wie tagespolitisch das wird. Das Schlimme ist, dass die politische Realität jedes Kabarett locker überbietet."

Das Musical: Die Daten und Fakten

Film Am Anfang war der Titelsong. Um diese Nummer bastelten Betty Comden und Adolph Green (Drehbuch) sowie Nacio Herb Brown und Arthur Freed (Musik) im Auftrag von MGM ein Musical. Durch den Regen tanzte Gene Kelly.

Wien Regie: Werner Sobotka. Bühne: Amra Bergmann-Buchbinder. Musikalische Leitung: Christian Frank. Choreografie: Ramesh Nair. Mit u. a.: Nair, Gaines Hall, Jennifer Kossina.

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