Salzburgs Pläne für nächsten Sommer

dapdLaura Aikin als Marie und Tomasz Konieczny als Stolzius spielen am Donnerstag (16.08.12) in der Felsenreitschule in Salzburg bei der Fotoprobe der Oper "Die Soldaten" von Jakob Michael Reinhold Lenz (1751 - 1792) eine Szene. Das Stueck feiert am Monta
Foto: dapd Große Oper in der Felsenreitschule: Alvis Hermanis hat Bernd Alois Zimmermanns „Die Soldaten“ inszeniert, Ingo Metzmacher steht am Pult der Wiener Philharmoniker

Am Montag feiert Zimmermanns Oper "Die Soldaten" in der Felsenreitschule Premiere. Pläne für den nächsten Sommer stehen bereits fest.

Die Soldaten" von Bernd Alois Zimmermann gelten als eines der wichtigsten Werke des 20. Jahrhunderts. Vor allem deshalb, weil der Komponist musiktheatralisch eine große Schlachtplatte serviert: Riesiges Orchester, zahlreiche Schlaginstrumente, drei Bühnenorchester, Klavier, Gitarre etc. Dazu multimediale Elemente, elektronische Verstärkung und eine Geschichte, die im Gestern, im Heute und im Morgen spielt, also allgemeingültig sein soll. Es geht, basierend auf Jakob Michael Reinhold Lenz, um ein Mädchen, das durch seine Affinität zu Uniformierten zerbricht.

Alvis Hermanis, der Regisseur, stellt den Inhalt in eine Reihe mit dem Schicksal der "Pussy Riot": "Man sieht, wie schnell Frauen zu Opfern werden können." Er widmete die Premiere der Band.

Nach den "Soldaten", die 1965 in Köln uraufgeführt wurden, setzt Intendant Alexander Pereira auf Uraufführungen in Salzburg. An vier Komponisten hat er Werkaufträge vergeben: An György Kurtag (2013), Marc-André Dalbavie (2014), Thomas Adés (2015) und Jörg Widmann (2016).

"Meistersinger"

Für den kommenden Sommer stehen aber selbstverständlich auch schon andere Musiktheater-Projekte fest. So wird Daniele Gatti Wagners "Meistersinger" dirigieren. Pereira lässt dieses Werk deshalb spielen, weil es im kommenden Jahr 200 Jahre her sein wird, dass der Komponist geboren wurde.

Regie führt Stefan Herheim. Man hört, dass sich das Orchester dabei hinter den Sängern auf der Bühne befinden soll. Bei der Besetzung gibt es dem Vernehmen nach auch Überraschungen. So wird Roberto Saccà den Stolzing geben, Juliane Banse die Eva und Markus Werba, der Papageno der heurigen Saison, den Beckmesser. Eine große Aufgabe für sie, weil sie in diesem Fach noch nicht etabliert sind. Michael Volle ist der Sachs.

Ebenso steht eine "Don Carlo"-Premiere anlässlich des Verdi-Jahres (wie Wagner vor 200 Jahren geboren) fest. Jonas Kaufmann soll die Titelpartie singen. Dazu dürfte es "Trovatore" mit Domingo als Luna geben; Mozarts "Così fan tutte" (Dirigent: Welser-Möst; Regie: Bechtolf); und Wagners "Rienzi", konzertant mit Philippe Jordan als Dirigent.

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(kurier) Erstellt am
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