Saimir Pirgu zählt zu den besten Tenören der jungen Generation.

© Fadil Berisha

Interview
10/16/2013

Lieber Vielseitigkeit als Spezialistentum

Tenor Saimir Pirgu im Interview über die "Verdimania".

von Peter Jarolin

Riccardo Muti, Antonio Pappano, Andrés Orozco-Estrada und nun Mariss Jansons – das sind die Namen jener Dirigenten, mit denen Saimir Pirgu heuer Giuseppe VerdisMessa da Requiem“ erarbeitet hat. „Ich habe heuer extrem viel Verdi gesungen, immer mit fantastischen Dirigenten“, sagt der 1981 in Albanien geborene Künstler.

Und um beim aktuellen Dirigenten des Verdi-Requiems zu bleiben: „Mariss Jansons ist ein Gigant. Als Dirigent und als Mensch. Es ist für mich ein großes Privileg, dass er mich für die Tenorpartie ausgewählt hat.“

Evergreen

Wie aber steht Pirgu zum Verdi-Jubeljahr? „Verdi wird immer gespielt und wird auch immer gespielt werden. Er ist ein echter Evergreen. Aber so ein Jubiläum wie sein 200. Geburtstag ist natürlich ein guter Anlass, diesen fabelhaften Komponisten noch mehr zu würdigen.“ Nachsatz: „Aber jetzt ist für mich erstmals Schluss mit Verdi, jetzt kommen wieder viele schöne Mozart-Partien.“

Denn der lyrische Tenor weiß, welche Rollen ihm liegen. „Man muss sehr vorsichtig sein und immer auf seine Stimme hören. Mir liegen vor allem die Donizetti-Opern, Mozart und Verdi. Bellini kann ich auch singen. Das habe ich sogar schon gemacht. Aber zu den Bellini-Opern habe ich keinen Bezug. Daher lasse ich das wieder.“

Auf ein bestimmtes Fach will sich Pirgu nicht festlegen. „Ich mag diese so genannten Spezialisten nicht. Das ist meistens nur eine Ausrede. Man spezialisiert sich dann, wenn man nichts oder nicht sehr viel kann.“

In Wien ist Pirgu übrigens erst wieder 2014 im Musikverein (mit Berlioz und Muti am Pult) sowie an der Staatsoper als Alfredo in der „Traviata“ zu hören. Mit Roland Geyer gibt es Gespräche: „Ich liebe das Theater an der Wien und würde hier gern wieder singen. Dieses Haus ist ideal für meine Stimme, und diese Intimität ist einzigartig. Außerdem ist Wien für mich eine zweite Heimat geworden.“

Verdis Leben im Zeitraffer

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