epa03767100 Barbadian singer Rihanna performs on stage during her concert at the Hallenstadion in Zurich, Switzerland, 29 June 2013. EPA/WALTER BIERI

© APA/WALTER BIERI

Stadthalle
07/09/2013

Rihanna will keine Popbiz-Sklavin sein

Rihanna zeigt am Dienstag ihre "Diamonds"-Show in der ausverkauften Wiener Stadthalle.

von Brigitte Schokarth

Antike griechische Säulen, hydraulische Hebebühnen, zig Kostümwechsel mit Outfits von Givenchy und Dior, eine Diamant-förmige Minibühne, jede Menge sexy Posen und laszive Tanzbewegungen. Das sind die Eckpunkte der „Diamonds“-Welt-Tournee von Rihanna.

Am Dienstag zeigt die Hit-Lady aus Barbados diese Show in der seit Monaten ausverkauften Wiener Stadthalle. Wenn man englischen Kritikern glauben darf, ist die ein „heißer Rhythmus-Rausch“. Wenn man den deutschen Musikjournalisten traut, eher eine kalte, routinierte Performance, die „öde anzüglich ist“ und vom „ewigen In-den-Schritt-Gefasse“ auch nicht besser wird.

Authentisch

Sicher ist jedenfalls, dass Rihanna mit einer 25-Song-Setlist nach Wien kommt, dabei vom ehemaligen Extreme-Gitarristen Nuno Bettencourt („More Than Words“) unterstützt wird und die Show lose in fünf Sequenzen unterteilt hat. So theatralisch das auch klingt, Rihanna konzentriert sich bei ihrer Performance weit mehr auf die Musik als Konkurrentinnen wie Lady Gaga und Katy Perry. „Ich will real und authentisch rüberkommen“, erzählte sie unlängst einem Reporter des GQ-Magazins. „Es gibt viele Leute in diesem Business, die mich als Geld-Maschine sehen. Ich aber sehe mich als Künstlerin. Wenn ich nicht mögen würde, was ich mache, wäre ich eine moderne Sklavin.“

Schon seit dem Album „Good Girl Gone Bad“ von 2007 agiert die 25-Jährige selbstbestimmt. Im KURIER-Interview erklärte sie, dass sie es heute als großen Fehler sieht, dass sie sich davor jahrelang Musikstil und Image von der Plattenfirma diktieren ließ: „Da stand ich permanent unter Druck, weil ich eine Rolle spielen musste. Ich war ein Werkzeug, keine Künstlerin. Aber ich finde, die Fans sollen spüren, wer hinter den Alben steckt, die sie kaufen. Und noch wichtiger ist es für mich selbst, auf der Bühne authentisch zu sein. Nur so kann ich mich dort wohl fühlen.“

Auf das können sich die Fans freuen

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Sexy Vamp

Tatsächlich wurde Rihanna in Europa erst mit der Befreiung aus der Plattenfirmen-Diktatur berühmt. Sie schnitt sich die Haare ab, ließ sich Tattoos stechen, hüllte sich in Leder und Netzstrümpfe, wurde vom süßen Girl zum sexy Vamp und setzte mit der Single „Umbrella“ zum Siegeszug um die Welt an.

Heute hat sie 62 Millionen Facebook-Fans und mehr als 30 Millionen Twitter-Follower. Die bedient sie mehrmals täglich mit Sprüchen und Fotos, die gelegentlich an der Grenze zum guten Geschmack kratzen.

Aber auch da, sagt sie, seien ihr Authentizität und der spontane Selbstausdruck wichtig: „Manchmal fühle ich mich sexy und verrucht, manchmal romantisch oder damenhaft. Wie jede andere Frau auf der Welt habe ich all diese Facetten in mir. Die Leute mögen mich, weil ich so offen damit umgehe. Weil ich sage, was ich denke, und mich mit all meinem Fehlern und Schwächen präsentiere. Das motiviert auch meine Fans, sie selbst zu sein.“

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