MAK Loos zeitgenössisch

© MaK

Ausstellung
04/04/2013

Reise durch den Kosmos Loos

„LOOS. Zeitgenössisch“ – die Wirkung des Ornament-Kritikers bis heute.

von Werner Rosenberger

Er hat die Ornamentdebatte eröffnet und lehrte das Wohnen – und damit auch das Gehen, Essen, Sitzen, Stehen und sich Ankleiden.
Sein „Haus ohne Augenbrauen“ am Michaelerplatz in Wien empfanden vor 100 Jahren viele als Beleidigung.
Ob es um Fragen zu Architektur, Interieur oder Kleidung ging: Adolf Loos’ radikal moderne Ideen und sein Gegenkonzept „zum falschen Luxus der Parvenüs“ provozierten die Zeitgenossen. Und wirken bis heute nach.

Loos' Einfluss

Dem Mann, dessen Grabstein die selbst gewählten Worte zieren: „Adolf Loos, der die Menschheit von unnützer Arbeit befreite“ und seinem Einfluss auf die Baukultur der vergangenen 100 Jahre widmet sich die Ausstellung „LOOS. Zeitgenössisch“ (bis 23. 6.) imMAK.
Im Mittelpunkt der vom britischen Loos-Kenner Yehuda E. Safran entwickelten Schau stehen Interviews mit zeitgenössischen Architekten zur heutigen Bedeutung des Autors der berühmten Streitschrift „Ornament und Verbrechen“ und Pioniers der modernen Architektur, u.a. Hans Hollein, Álvaro Siza, Eduardo Souto de Moura, Jacques Herzog, Paulo Mendes da Rocha und Toyo Ito.
Wobei etwa Ralf Bock mit seiner Sicht auf Loos im Buch „Leben und Werke“ (DVA) feststellt, „dass die Moderne Loos’ Arbeiten nur in Teilen wahrgenommen hat“.

Ein weitblickender Kopf

Ausgestellt sind u.a. bisher noch nie gezeigte Zeichnungen und Objekte von Loos zu Projekten wie der Villa Karma (1904–1906) in Clarens bei Montreux, Schweiz, aber vor allem Entwürfe, Modelle, Fotos und Alltagsgegenstände von Le Corbusier, Eileen Gray, Herzog & De Meuron, Friedrich Kiesler, Rem Koolhaas, Richard Neutra, Aldo Rossi, Ludwig Wittgenstein u. a. Sie dokumentieren das nie endende Bemühen um eine Balance zwischen Innen- und Außenwelt und machen den „Kosmos Loos“ verständlich.

Von dem neben Le Corbusier wohl größten Literaten unter den modernen Architekten eine immense Wirkung aus. Für die Loos-Experten Adolf Opel und Marino Valdez war er „einer der besten, weitblickendsten und revolutionärsten Köpfe, die je in Österreich tätig gewesen sind“. Und wie im MAK erneut bewiesen, sind seine Ideen so beständig, dass es noch heute lohnt, sich mit ihnen auseinanderzusetzen.

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Info: Bis 23. 6., Di. 10–22, Mi.–So. 10–18 Uhr; Kunstblättersaal im MAK, 1., Stubenring 5, (Jeden Di. 18–22 Uhr Eintritt frei) www.mak.at

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