epa03755098 A picture made available on 22 June 2013 shows Josh Homme, lead singer and guitarist of US band 'Queens of the Stone Age' performing on stage at the Southside Music Festival in Neuhausen ob Eck, Germany, 21 June 2013. The festival runs until 23 June. EPA/Felix Kaestle

© APA/Felix Kaestle

Konzert
07/01/2013

Queens Of The Stone Age: Zurück vom Nahtod

Josh Homme und seine Queens Of The Stone Age gastieren mit ihrem Comeback-Album live in Wien.

von Brigitte Schokarth

Ich wollte, dass Gott kommt und mich nach Hause bringt“, singt Josh Homme in einem Song von „... Like Clockwork“, dem sechsten Studio-Album seiner Band Queens of The Stone Age. Und das ist keine Ironie, sondern im wahrsten Sinne des Wortes todernst. „Ich war 2010 wegen einer Knie-OP im Spital, es gab Komplikationen mit einem Beatmungsschlauch“, erzählte er dem britischen Magazin Shortlist. „Ich starb auf dem Operationstisch, wurde wiederbelebt, und als ich aufwachte, musste ich vier Monate im Bett bleiben. Und wenn man jedes Buch in der Umgebung gelesen, jede TV-Show gesehen hat und immer noch für drei Monate nicht aufstehen darf, beginnt man, im Selbstmitleid zu baden.“

Depressionen

Das Resultat ist ein Album, bei dem Homme den schnellen, treibenden Rockriffs und den sarkastisch-hedonistischen Texten Ade gesagt und melancholische, bluesige Rocksongs geschrieben hat, die sich mit den Ängsten, Depressionen und Unsicherheiten beschäftigen, die in der Rekonvaleszenz-Phase aufkamen. Ein neuer Queens-Of-The-Stone-Age-Stil, der Kritiker und Fans begeistert. Wenn die Band am Dienstag in der Wiener Stadthalle auftritt, haben die Kalifornier mit 10.000 Besuchern das größte Publikum, das sie hierzulande je hatten.

Aber nicht wegen des Erfolges, sondern wegen der Entstehungsumstände bezeichnet Homme „... Like Clockwork“ als „Akt 2“ in der Karriere von Queens Of The Stone Age: „Der zweite Akt begann, als ich im Spital aufwachte. Ich hatte Musik immer als getrennt von meiner Realität angesehen. Aber dieser Realität konnte ich nicht entkommen. Und als die Band ein Album machen wollte, sagte ich: ,Okay. Aber es geht mir nicht gut und ich weiß nicht, wo das hinführt.‘“

Deshalb, sagt Homme, schied während der Aufnahmen Drummer Joey Castillo aus der Band aus, weil er mit Hommes Selbstzweifeln und den dadurch schwierigen Aufnahmen nicht zurecht kam. Als Ersatz bat der Frontmann seinen Freund, Ex-Nirvana-Drummer Dave Grohl, um Hilfe.

Prominente Gäste

Aber Grohl ist nicht der einzige prominente Gastmusiker auf „... Like Clockwork“. Alex Turner von den Arctic Monkeys, dessen im Herbst erscheinendes Album Homme produziert hat, ist mit von der Partie. Genauso Scissors Sisters’ Jake Shears, Elton John und Nine-Inch-Nails-Frontmann Trent Reznor: „Jake ist nicht nur höllisch talentiert, sondern auch mein TV-Kumpel. Er kommt zum Dinner und wir schauen Fantasy-Serien. Elton hat mich einmal an einem Sonntag Nachmittag angerufen und wir haben uns sofort super verstanden. Und Dave Grohl ist ohnehin der Freund, der in den wichtigsten und schwierigsten Zeiten immer für mich da ist.“

Unter den vielen Projekten, die Homme neben Queens Of The Stone Age betreibt, ist auch die Superstar-Band Them Crooked Vultures mit Grohl und Led-Zeppelin-Bassist John Paul Jones.

Wird es da noch ein Album geben? „Sollte es schon. Warum auch würde man so etwas nicht noch einmal machen wollen?“

INFOS: Queens Of The Stone Age, Wiener Stadthalle D, 19.30 Uhr. Karten gibt es noch an der Abendkasse

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