Alexander Wrabetz vollzieht auf Direktorenebene die Postenbesetzung „Wie Wir“ (ORF-Slogan)

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Kultur
09/08/2016

ORF-Wahl, Teil zwei: Schach mit Direktorenposten

Was über Alexander Wrabetz’ "Dream Team" schon bekannt ist.

Das Direktorenschach im ORF ist eröffnet: Heute, Donnerstag, endet die Ausschreibungsfrist für die vier Fach- und neun Landesdirektoren des ORF. Gerätselt wird nicht nur über Namen sondern auch über Kompetenzen. Alle Bewerbungen landen bei Generaldirektor Alexander Wrabetz, der am 15. September sein "Dream-Team" im Paket zur Abstimmung durch den 35-köpfigen Stiftungsrat stellt.

Zechner und Götzhaber weiter an Bord

Fix dürfte Kathrin Zechner fürs TV-Programm sein, über deren Machtfülle noch Unklarheit herrscht. Weiter im Team wird wohl auch Michael Götzhaber (Technik) sein, der, wie es heißt, auch wieder mit Thomas Prantner als den einzigen stv. ORF-Direktor zu leben haben wird, was die FPÖ besänftigen soll. Für die Finanz-Direktion wird wieder ORF-Oberösterreich-Chef Kurt Rammerstorfer genannt. Ihm könnte der dortige Chef vom Dienst, Klaus Obereder, folgen.

Radio offen

Spannend bleibt die Personalie Radio-Direktor. "Die Funktion soll in Personalunion mit der Leitung einer der drei österreich-weit empfangbaren Radioprogramme wahrgenommen werden", heißt es in der Ausschreibung. Aufgrund der vielen Herausforderungen (Standortkonzentration, Konkurrenzdruck, Digitalsierung) scheint auch Wrabetz laut wohlmeinenden Stiftungsräten klar zu werden, dass das kein Zweitjob für einen der bisherigen Channel-Manager ist. Zumal der eben neu bestellte Ö1-Kulturchef Peter Klein – mangels formal existenten Channel-Verantwortlichen quasi Ö1-Chef – sich dem Vernehmen nach nicht bewerben und lieber auf seine Aufgaben konzentrieren will. Spekuliert wird nun über den früheren Radio-Chefredakteur und Newsroom-Entwicklungschef Stefan Ströbitzer und Albert Mali, stv. Senderchef von Ö3,der auch in digitalen Welten zuhause ist.

Länder, hochpolitisch

Politisch wird es bei den ORF-Länder-Chefs: Trotz bester Leistungsbilanz muss der rote Roland Brunhofer das nun schwarze Salzburg verlassen. Ihm soll ORF-III-Journalisten Christoph Takacs folgen. Kurios ist es im Burgenland: Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) will jahrelangen ORF-Chef Karlheinz Papst durch Werner Herics ersetzt wissen. Im Landesstudio Wien wiederum könnte die Chronik-Chefin der "Zeit im Bild", Brigitte Handlos, die sich beworben hat, Brigitte Wolf ablösen.