Wrabetz muss den Redakteuren erklären, was er konkret will

© KURIER/Jeff Mangione

Stockende Reformen
03/14/2017

ORF-Redakteure laden Wrabetz zu Struktur vor

Versammlung der Redakteure mit Generaldirektor - Giftige Formulierungen in Einladung

von Philipp Wilhelmer

Die ORF-Redakteure laufen weiter gegen die Reformpläne von Generaldirektor Alexander Wrabetz Sturm. Wie berichtet, will dieser eigene Senderchefs für ORF eins und ORF 2 einführen. Wie die Kompetenzen dieser beiden Channelmanager aussehen sollen, ist weiterhin unklar. Die ORF-Journalisten laden Wrabetz nun zu einer Redakteursversammlung, die am 23. März stattfinden soll.

"Doch noch bereit erklärt.."

Wie sauer die Mitarbeiter mittlerweile sind, lässt sich aus dem Einladungstext ablesen: "Nach einem Gespräch mit dem Redakteursrat hat sich Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz bereit erklärt, doch noch die betroffenen Redaktionen von seinen Plänen zu informieren." Giftiger Nachsatz: "So wie das ORF-Gesetz und Redakteursstatut vorsehen."

Kritik an der TV-Information

Seit Wochen erfahre man "aus diversen Medien, wie unsere Arbeit im ORF in Zukunft aussehen soll", kritisieren die Redakteure. Sie stoßen sich vor allem an der geplanten Bestellung von Roland Brunhofer zum ORF2-Channelmanager. Diesem wird einerseits nachgesagt, die aktuelle Information allzu kritisch zu beäugen (vor allem "ZiB2"-Moderator Armin Wolf soll ihm ein Dorn im Auge sein), andererseits wird ihm vorgehalten, zu wenig Erfahrung zu haben.

Brunhofer hat im Landesstudio Salzburg einen rigorosen Sparkurs gefahren und den Sender auf Vordermann gebracht. Aus politischen Gründen musste er gehen.

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