Josef Hader in "Vor der Morgenröte"

© /Filmladen Filmverleih

Film
10/12/2016

Österreich nun doch im Oscar-Rennen

Der Film „Vor der Morgenröte“ mit Josef Hader wurde zuerst abgelehnt, nun aber zugelassen.

von Michael Huber

Die Beeinspruchung durch heimische Branchenvertreter sei erfolgreich gewesen, freut man sich bei der Wiener Produktionsfirma Dor Film: „Vor der Morgenröte“, der Film über die Exiljahre des Autors Stefan Zweig mit Josef Hader in der Hauptrolle, findet sich nun doch als österreichischer Beitrag unter 85 Anwärtern für den Auslands-Oscar. Die Academy hatte die deutsch-französisch-österreichische Koproduktion zunächst abgelehnt. Werner Müller vom Fachverband der Film- und Musikwirtschaft hatte bereits nach der Benachrichtigung angekündigt, die Academy umstimmen zu wollen.

Die Wiener Dor Film war zwar nur minoritärer Partner bei der Produktion des international sehr positiv aufgenommenen Films. Durch das Thema, den österreichischen Hauptdarsteller und den ebenfalls aus Österreich stammenden Kameramann Wolfgang Thaler war aber starker Österreich-Bezug gegeben.

Die übergeordnete Frage sei aber, wie man in der Realität der heutigen Filmproduktion einen "nationalen" Film definieren wolle, sagt Branchenvertreter Müller im Gespräch mit dem KURIER. Die Beteiligung mehrerer Länder an einer Filmproduktion sei heute gerade in Europa "explizit gewünscht und notwendig“. Würde man Koproduktionen aus dem Bewerb um den nicht-englischsprachigen Oscar ausschließen, würde man zahlreiche hochwertige und auch gut budgetierte Filme nicht in Betracht ziehen, so Müller. Dass finanzieller, technischer und kreativer Input aus mehreren Ländern komme, sei abseits des Hollywood-Systems gelebte Realität.

Auch für Deutschland geht mit "Toni Erdmann" ein Film ins Rennen um den Auslands-Oscar, der ebenfalls mit Förderungen aus Österreich kofinanziert wurde. Mit Peter Simonischek in der Hauptrolle ist auch im deutschen Beitrag ein Österreicher deutlich sichtbar vertreten.

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