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Kultur
12/05/2011

Neue Show: Max Schmiedl fährt wieder Taxi

"Quiz-Taxi" startet am Sonntag auf Puls 4: "Taxi Orange"-Sieger Max Schmiedl wird seine Kandidaten mit dem Taxi durch die Straßen kutschieren.

von Anna Gasteiger

Man könnte sagen, er ist der Schnittlauch auf der Suppe der österreichischen Unterhaltungsbranche. Der Schauspieler, Musiker, Kabarettist und Moderator Max Schmiedl. Begonnen hat seine Karriere vor zehn Jahren, als er die ORF-Reality-Show "Taxi Orange" gewann. Es folgten andere, mehr oder weniger erfolgreiche TV-Engagements. Jetzt kehrt Schmiedl zum Taxifahren zurück. Ab Sonntag (19.15 Uhr) im neuen PULS 4 -"Quiz-Taxi". Mit "Quiz-Taxi extrem" startet am 23. Oktober auch eine Spätfassung des Formats (22.15 Uhr), in der die Kandidaten Aufgaben erfüllen müssen.

KURIER: Man kennt Sie von diversen ORF-Formaten, auf ATV haben Sie eine Fußball-Sendung moderiert. Wie sind Sie bei PULS 4 gelandet?
Max Schmiedl: Meine Agentur hat mich zum Casting vermittelt. Ich kannte das Format aus Deutschland und fand es immer schon nett.

In der Sendung steigen ahnungslose Kunden in ein Taxi und haben plötzlich die Chance, auf der Fahrt um ein paar Hundert Euro zu spielen. Sie sind der Fahrer und Quizmaster. Was ist die spezielle Max-Schmiedl-Note?
Ich versuche, auch ein bissel was Zwischenmenschliches reinzubringen. Weil ich es fad finde, wenn man nur die Quizfragen stellt. Meine absolute Lieblingsfolge ist die, in der ein älteres Ehepaar einsteigt, das aber nicht zusammenlebt.
Und ich frage: Warum nicht? Nach langem Hin und Her stellt sich heraus, er will nicht bei ihr einziehen, weil sie keine Badewanne hat.

Wie schwer sind die Fragen?
In einer Radioshow sind mir kürzlich vier Fragen gestellt worden. Eine davon war: Bei welchem Verkehrsmittel gilt "Rechts stehen, links gehen"? Bei der Rolltreppe. Wenn man's weiß, ist es einfach. Aber in der Situation, wenn man angespannt ist und es um Geld geht, schaut's anders aus.

Sie waren schon in vielen verschiedenen Fernsehsendungen zu sehen. Wie wichtig ist Ihnen dieses Standbein, wie sehr betrachten Sie sich als Fernsehmenschen?

Gar nicht, eigentlich. Ich bin gelernter Schauspieler, ich war zehn Jahre am Theater in Deutschland und dann kam schon "Taxi Orange". Das ist eine Sache, gegen die ich manchmal noch kämpfe, weil mir das eine gewisse Seriosität genommen hat. Bild' ich mir ein. Die anderen Dinge sind halt so passiert. Das ATV -Angebot hab' ich nur angenommen, weil die so wahnsinnig viel gezahlt haben. Das hätte jeder gemacht. Ich hab' die Josefstadt dafür aufgegeben, ich hab' "Echt fett" dafür aufgegeben. Aber es war einfach so viel Geld. Ich hab' aber immer gut gehaushaltet. Kurz vor meinem 40. Geburtstag im Juli hab' ich den Break-even erreicht. Das heißt, ich bin finanziell so abgesichert, dass ich eigentlich nichts mehr machen muss. Ich hab' auch keinen großen Lebensstil.

Alles, was ab jetzt passiert, passiert aus reinem Spaß an der Freude?

Genau. Ich mach' jetzt ein Solokabarett und bin viel bei meinen Kindern.

Das "Quiz-Taxi" ist also auch so ein Traum-Format, das Sie nur aus Spaß an der Freude machen?
Ich bin nicht auf die Welt gekommen und hab' mir gedacht: Wenn ich was mach', dann "Quiz-Taxi". Aber ich fand den Zyklus recht witzig. Von "Taxi Orange" zu "Quiz-Taxi", da schließt sich ein bisschen der Kreis.