kings of leon - Nova Rock 2013 - florian wieser

© Florian Wieser

Festivalsommer
06/17/2013

Nova Rock: Am Ende siegte die Härte

Die Kings of Leon gaben den krönenden Abschluss. Vollgepackt war das Areal allerdings bei Volbeat und Korn.

Eines war schon zu Beginn des letzten Tages am Nova Rock klar. Nach zwei Mal Pyro - am Freitag mit Rammstein - und noch bombastischer am Samstag mit Kiss - würden es die Kings of Leon schwer haben, showtechnisch mit den anderen beiden Headlinern gleichzuziehen.

Die drei Gebrüder Followill (& Cousin Matthew) setzten deshalb klar auf musikalische Highlights statt auf Silvesterkracher. Nummern wie "On Call", "Sex on Fire", oder "Holy Roller Novocaine" sind sowieso eine Sensation an sich.

Um auf Nummer sicher zu gehen, gab es um kurz nach Mitternacht aber doch noch ein richtiges Feuerwerk. Zum Ausklang von drei Tagen Sonne, Staub und viel Rock. Da waren die Kings of Leon schon längst nicht mehr auf der Bühne.

Auf der eigentlich kleineren Bühne am Nova Rock gaben einstweilen Volbeat den Headliner des letzten Abends. Was den Zuschauerandrang betrifft, konnten die dänischen Heavy-Rocker jedoch mit der großen Bühne mithalten. Die Band um Sänger Michael Schøn Poulsen war offenbar der richtige Abschluss für jene, die das Nova Rock wegen seiner harten Ausrichtung besuchten.

Tag drei am Nova Rock im Rückblick

Die Preistreiberei fordert Tribut

Zu den Gewinnern des heurigen Nova-Rock-Festivals gehört der deutsche Reggae-Star Gentleman. An sich eine klassische Fehlbesetzung (auf dem Nova Rock dominiert der harte Rock), unterhielt er das Publikum bestens. Am Ende sang er ganz allein „Redemption Song“ von Bob Marley. Schön!

Auch die Österreicher von Bauchklang – die ungewöhnlichste Band heuer – machten sich mit ihren unwiderstehlichen A-cappella-Grooves viele Freunde. Überraschend auf der Siegerseite: Die rockenden Waliser von Stereoponics, die offenbar wieder gut in Form sind.

Thirty Seconds To Mars boten eine umjubelte, sehr professionelle, aber auch erschreckend glatte Show. Rammstein waren Rammstein, überraschungsarm, laut, präzise, die Pyro-Show wärmte um Mitternacht Seele und Körper.

Auf der ganz harten Seite gefielen die Wikinger von Amon Amarth mit ihrem geknurrten Todes-Metal – und auch die Australier von Parkway Drive mit ihrem bösartig mahlenden Hardcore. HIM aus Finnland mit ihrem Weltschmerz-Rock waren deutlich besser als befürchtet, Within Temptation kamen dagegen über Operetten-Metal-Klischees nicht hinaus. Eine lustige Idee war es, den bayrischen Rastaman Hans Söllner Sonntag um ein Uhr Früh die Gutenachtlieder bellen zu lassen. Gelungen.

Am letzten Tag kamen so unterschiedliche Bands dran wie die schottischen Progrocker Biffy Clyro, die Bayernbuben von Sportfreunde Stiller, die Neo-Südstaatenrocker Kings Of Leon, die verlässlichen Korn und die unvermeidlichen Volbeat.

Schaut man sich das heurige Line-up an (und vergleicht mit früheren Jahren), dann muss man feststellen: Vor allem auf den Positionen hinter den Headlinern wird es dünn. Die Preistreiberei auf dem Live-Markt fordert ihren Tribut.

Schon Freitag und Samstag geht es beim Seerock-Festl nahe Graz weiter: Hardrock-Klassiker wie Iron Maiden, Motörhead, Limp Bizkit und Slayer treten auf.

Kiss und ihre "Monstershow"

Sonniger Auftakt mit Rammstein und 30 Seconds to Mars

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