Kultur 05.12.2011

Mörbisch-Premiere fiel ins Wasser

© Bild: apa

Weltuntergangsstimmung bei Serafins vorletzter Premiere: Ein Gewitter zog über den "Zigeunerbaron".

Einmal geht's noch!" - So dachten die Besucher der vorletzten Premiere von Harald Serafin Donnerstagabend in Mörbisch: Leider, nein! Nach drei Stunden langen Wartens musste sich der Intendant schließlich vor dem "Wettergott" verneigen und die Premiere von "Der Zigeunerbaron" absagen. "Es tut mir leid", erklärte der 79-jährige "Mr. Wunderbar" mit gesenktem Kopf. Kritik kam dennoch auf: "Warum mussten wir hier solange in der Nässe ausharren? Ich hätte mir am liebsten schon vor zwei Stunden mein Geld zurück geholt!", so einer der verärgerten Gäste. Bis zur Absage um 22.05 Uhr gab sich Serafin "bewaffnet" mit einer Regenpelerine gewohnt positiv: "Ich rege mich nicht auf, das kenne ich schon seit 19 Jahren."

Vorletzte Premiere

Die Premiere fiel ins Wasser
© Bild: apa

Nun ja, man kann den Intendanten für vieles verantwortlich machen, aber für's Wetter wohl schlecht. Die vorletzte Premiere fiel also ins Wasser, nächstes Jahr wird Serafin dennoch den krönenden Abschluss seiner medienpräsenten Operetten-Intendanz zu seinem 20-Jahr-Mörbisch-Jubiläum feiern: "Da gebe ich zum Abschluss die Königin der Operette, die ,Fledermaus'." Bis dahin wird Serafins Abgang und -gesang zelebriert. Auch bei Schlechtwetter. Denn Donnerstagabend zeigte der liebe "Wettergott" mit voller Wucht, was er kann: Dicke Gewitterwolken zogen bereits gegen 19 Uhr über der Festspielbühne Mörbisch auf, - Blitze, Donner, Regen und Hagel folgten.

Nachdem der geplante Beginn der Premiere um 20.30 Uhr aufgrund des starken Regens immer wieder nach hinten verlegt werden musste, wurde es für die durchnässten Besucher dann doch sehr ungemütlich.

Unter den Premierengästen auch Edi Finger Jr., der dem Intendanten noch vor Beginn des Unwetters Rosen streute: "Harald ist super, denn er hat aus den "Gelsenfestspielen" ein internationales Operettenfestival gemacht!" Viele VIP-Gäste - darunter Medien-Manager Hans Mahr mit seinem 15-jährigen Sohn Christof, Vizekanzler Michael Spindelegger, Umweltminister Niki Berlakovich, Antal Festetics, Marika Lichter und Serafins Ehefrau Mausi hielten bis zum bitteren Ende durch. "Wir sind zwar süß, aber nicht aus Zucker", so der Tenor.

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Erstellt am 05.12.2011