Vergangenes Jahr noch am Frequency-Festival, heuer am Donauinselfest: Milow

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Milow
04/11/2014

Nach dem Tourstress in Melancholie verfallen

Der belgische Singer/Songwriter Milow widmet "Sliver Linings" dem Thema Hoffnung.

von Brigitte Schokarth

Ich wollte wieder der Außenseiter sein. Ich wollte unter Leuten sein, die nichts über mich wissen. Und ich brauchte nach fünf Jahren auf Tour Ruhe und Abstand." Deshalb hat sich Milow, der 2009 mit dem 50-Cent-Cover "Ayo Technology" berühmt wurde, vor zwei Jahren nach Los Angeles zurückgezogen.

Dort wollte er sein neues Album "Silver Linings" so schreiben, wie damals sein Debüt: "Das entstand in meinem Zimmer – ohne dass ich wusste, ob diese Songs je irgendwer hören wird", erzählt er im KURIER-Interview. "Dieses Gefühl wollte ich in L. A. rekreieren. Denn als Außenseiter bin ich am kreativsten."

So spielte der als Jonathan Vandenbroeck geborene Belgier, der in den USA unbekannt ist, in Clubs vor 200 Leuten im Vorprogramm von amerikanischen Songwritern: "Ich habe es genossen, dass keiner schrie: Spiel ,Ayo Technology‘! So konnte ich in aller Ruhe die neuen Songs testen."

Zweifel

Dass sich die dem Thema Hoffnung widmen, sagt Milow, liegt auch an der Pause: "Ich bin von Natur aus ein eher melancholischer Typ. Das inspiriert mich zwar für die Musik, ist aber nicht immer angenehm. Und es kommt natürlich hervor, wenn man nicht durch Termine oder Arbeit abgelenkt ist. Ich wollte dem in L. A. mit positivem Denken entgegenwirken. Weil das aber leichter gesagt als getan ist, habe ich die Hoffnung studiert: Wie funktioniert sie? Woher kommt sie? Ich habe viel darüber gelesen. Und das hat sich in den Songs manifestiert."

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