Medienexperten gegen ORF-Facebook-Verbot

APA/HERBERT NEUBAUERAPA6563728 - 20012012 - WIEN - ÖSTERREICH: Pressekonferenz nach der Sitzung des ORF-Stiftungsrates am Freitag, 20. Jänner 2012, in Wien. Im Bild: Generaldirektor Alexander Wrabetz während der PK. APA-FOTO: HERBERT NEUBAUER
Foto: APA/HERBERT NEUBAUER ORF-Generaldirektor Wrabetz fühlt sich von den Experten bestätigt. Derartige Beschränkungen seien falsch.

Am Montag wurde im Rahmen des ORF-Dialogforums erneut über die Beschränkungen für öffentlich-rechtliche Medien im Internet diskutiert.

Das ORF-Gesetz sei in mancher Hinsicht "sinnlos". Eine der Schlussfolgerungen des ORF-Dialogforums "Öffentlich-rechtliche Medien im digitalen Zeitalter" am Montag. Diskutiert wurden Beschränkungen für öffentlich-rechtliche Medien im Internet: Facebook-Verbot für den ORF.

Die vom ORF geladene Expertenrunde war der Meinung: Derartige Beschränkungen seien falsch und, im Extremfall, demokratiegefährdend. Denn, so der spanische Medienexperte Roberto Suárez Candel: Hauptproblem für öffentlich-rechtliche Medien im Internet sei die fehlende Sichtbarkeit. Auch Reinhard Christl vom Public-Value-Forschungszentrum der FH Wien glaubt: Qualitätsjournalismus werde von öffentlich-rechtlichen Medien betreiben und müsse dementsprechend sichtbar gemacht werden. Viktor Mayer-Schönberger von der Universität Oxford spricht gar von einem "Baufehler" des Gesetzes: Die Beschränkungen, der Öffentlich-Rechtliche unterliegen, mache es diesen unmöglich, innovativ zu sein.

Negative Auswirkungen

Die Begründung der Befürworter des Gesetzes: Social-Media-Anstrengungen des ORF hätten negative Auswirkungen auf österreichische Werbeerlöse und die österreichische Online-Branche. Mit der Bespielung von Facebook und Twitter durch den ORF werde User-Traffic an US-Konzerne umgeleitet.

(kurier) Erstellt am
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