Kultur
28.01.2018

Max-Ophüls-Preis: Film "Cops" dreifach geehrt

Polizei-Drama aus Österreich räumte beim renommierten Filmfestival in Saarbrücken ab. Der Hauptpreis ging aber an den deutschen Streifen "Landrauschen".

Das österreichische Drama "Cops" hat beim 39. Max-Ophüls-Filmfestival in Saarbrücken drei Preise gewonnen. Regisseur Stefan A. Lukacs durfte sich am Samstag über den "Publikumspreis Spielfilm" sowie den "Preis für den gesellschaftlich relevanten Film" freuen. Als "Bester Schauspielnachwuchs (Nebenrolle)" wurde Anna Suk geehrt. Den Hauptpreis eroberte der deutsche Streifen "Landrauschen".

An das Werk der deutschen Regisseurin Lisa Miller gingen neben der mit 36.000 Euro dotierten Auszeichnung "Max Ophüls Preis" für den besten Spielfilm auch der Preis für das beste Drehbuch sowie der Preis der ökumenischen Jury. " Landrauschen" (2018) erzählt von der jungen Toni (Kathrin Wolf), die frustriert aus Berlin zurück in ihr ländliches Heimatdorf kommt. "Mit großer Energie und Tiefe, Mut zum Risiko und sehr viel Liebe zu den Figuren führt uns dieser Film in eine Welt, in der wir uns erst einmal genauso zurechtfinden müssen wie die Hauptfigur", lobte die Jury. "Die Freude der Macher beim Machen überträgt sich auf das Publikum und öffnet unsere Herzen."

Drama über WEGA

Der Film "Cops" behandelt den mitunter traumatischen Alltag bei der Polizeispezialeinheit WEGA. In weiteren Rollen des Dramas spielen laut einer Aussendung des Co-Financiers ORF unter anderen Laurence Rupp, Maria Hofstätter und Roland Düringer. Der Film "Entschuldigung, ich suche den Tischtennisraum und meine Freundin" des Salzburgers Berhard Wenger (eine Co-Produktion mit Deutschland und Schweden) erhielt den "Publikumspreis Kurzfilm". Mit "Bester Mann" wurde zudem ein weiterer Film mit österreichischer Beteiligung in der Kategorie "Mittellanger Film" honoriert.

Der Preis für den besten Schauspielnachwuchs (Hauptrolle) ging an Loane Balthasar für "Sarah spielt einen Werwolf" (Deutschland, Schweiz 2017, Regie: Katharina Wyss), jener für die beste Regie an Lisa Brühlmann für "Blue my Mind" (Schweiz 2017), bester Dokumentarfilm wurde "Global Family" (Deutschland 2018) von Andreas Köhler und Melanie Andernach.

Das Filmfestival, das über ein Budget von einer Million Euro verfügte, geht am Sonntag zu Ende. Insgesamt wurden zu der 39. Auflage mit 147 Filmen rund 40.000 Besucher erwartet. Als prominente Gäste waren neben Ehrengast Mario Adorf unter anderem die Schauspielerinnen Barbara Auer, Susanne Bormann und Regula Grauwiller, die Schauspieler Bjarne Mädel, Johann von Bülow und Samuel Koch sowie Regisseur Robert Schwentke ("Der Hauptmann") vor Ort.

Insgesamt wurden beim 39. Max-Ophüls-Filmfestival, das zu den wichtigsten Foren für Nachwuchsfilmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zählt, 16 Preise in einer Höhe von insgesamt 113.500 Euro verliehen.