"Wir wollen etwas Unerhörtes schaffen"

Martin Haselböck…
Foto: MEINRAD HOFER Martin Haselböck verpasst Beethoven einen  neuen Sound.

Musik neu erleben: Martin Haselböcks Projekt "RE-SOUND Beethoven".

Großes Finale im Musikverein und große Pläne für das Jubiläum. Am Mittwoch, findet das letzte Konzert der diesjährigen Saison der Wiener Akademie statt. Martin Haselböck wird dabei unter anderem Ludwig van Beethovens „Tripelkonzert“ mit den Solisten Benjamin Schmid (Violine),  Jan Vogler (Cello) sowie Gottlieb Wallisch (Klavier) dirigieren.

Und auch nächstes Jahr bleiben Dirigent Haselböck und die von ihm gegründete Wiener Akademie Beethoven treu. Wobei das fast untertrieben ist. Zum 30-jährigen Bestehen des Originalklang-Orchesters  hat Haselböck ein besonderes Projekt geplant. Unter dem Titel „RE-SOUND Beethoven“  will der auch als Organist erfolgreiche Künstler dem Publikum „ein bis dato völlig neues, aufregendes Beethoven-Bild“ bieten. „Wir wollen da etwas im wahrsten Sinne des Wortes bisher Unerhörtes schaffen“, so Haselböck im KURIER-Gespräch.

Zurück in die Zukunft

„Die Idee lag quasi auf der Hand, wurden doch alle Symphonien Beethovens  hier in Wien uraufgeführt. Vier der fünf Uraufführungsorte der neun Symphonien sind noch im Original vorhanden. Wir wollen daher alle Symphonien, ergänzt um weitere Werke Beethovens, an diesen Orten aufführen. Mit originalen Instrumenten und in der damaligen Intensität. Von der Aufstellung des Orchesters und  des Chores bis hin zur Positionierung des Publikums soll Beethoven quasi wieder ,uraufgeführt‘ werden.“

In zwei Teilen wird das Projekt „RE-SOUND Beethoven“ stattfinden.  Die erste Konzertserie findet in der Saison 2014/’15 statt.  Im Theater in der Josefstadt, im Landtagssaal des Palais Niederösterreich, in der Akademie der Wissenschaften und im Großen Redoutensaal  der Hofburg wird musiziert. Haselböck: „Das wird für die Menschen musikalisch und  architektonisch interessant.“

In der Spielzeit 2015/’16 kommen dann als Aufführungsorte noch der Musikverein und das Theater an der Wien dazu; ein  Sonderkonzert  soll es im „Eroica-Saal“ des Palais Lobkowitz geben.  Alle Konzerte sind (auch in diversen Abo-Konstellationen) ab sofort buchbar.

Europa im Zentrum

Doch Haselböck ist nicht nur Dirigent, sondern auch Forscher. Daher wird es  zu „RE-SOUND Beethoven“  Begleitveranstaltungen  geben. Vorträge, Symposien und Workshops  haben  das Ziel, „Beethoven in seiner  Genialität zu vermitteln“. Weiters werden  alle Symphonien auf CD veröffentlicht. Und: „Es ist   auch eine Tournee angedacht. Immerhin wird es 2015 dann 30 Jahre her sein, dass Beethovens ,Ode an die Freude‘ zur Europa-Hymne gekürt wurde. Wir wollen die 9. Symphonie mit unseren europäischen Partnern in möglichst vielen Städten spielen.“ Hat Haselböck keine Angst vor einem Overkill? „Nein,  von Beethoven kann man nie genug kriegen."

www.haselboeck.org
www.wienerakademie.at

(KURIER) Erstellt am
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